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Vorbereitungen für Wahlen am 26. Mai laufen auf Hochtouren

Wahlmarathon : Wahlvorbereitungen laufen auf Hochtouren

Knapp 200 Menschen müssen am 26. Mai allein in der Gemeinde Kleinblittersdorf mit anpacken, damit der Marathonwahltag ordnungsgemäß über die Bühne gehen kann. 160 davon sind ehrenamtliche Helfer.

Noch knapp zwei Monate sind es bis zum politischen Jahreshöhepunkt im Regionalverband Saarbrücken. Am 26. Mai treten die Menschen im Regionalverband zur Wahl zum Europäischen Parlament, zur Wahl der Regionalversammlung, zur Direktwahl des Regionalverbandsdirektors, zur Direktwahl der Bürgermeister in den Städten und Gemeinden und nicht zuletzt auch zur Kommunalwahl bis in die Ortsräte an.

Während bei den Politikern in diesen Tagen die heiße Phase des Wahlkampfes beginnt, hat die Wahl bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen längst angefangen. „Die ersten Formulare für die diesjährige Wahl lagen im vergangenen September auf dem Schreibtisch. Seit dem ist die Wahl Thema, und die Aufgaben müssen abgearbeitet werden“, erklärt Thomas Dincher, der stellvertretende Wahlleiter der Gemeinde Kleinblittersdorf.

Der 54-Jährige kümmert sich in diesem Jahr bereits um die insgesamt 17. Wahl in seiner Zeit als Verwaltungsbeamter und hat ein eingespieltes Team um sich herum. In der vergangenen Woche tagte der Gemeindewahlausschuss, und aktuell werden die Wahlunterlagen für alle wahlberechtigten Bürger in den fünf Ortsteilen der Gemeinde  zusammengestellt. Diese werden ab Mitte April per Post verschickt.

Einen der wichtigsten Punkte beim gesamten Wahlvorgang haben Thomas Dincher und sein Team auch im Griff – die Wahlhelfer. Knapp 200 Menschen müssen am 26. Mai in Kleinblittersdorf mit anpacken, damit die Wahl ordnungsgemäß über die Bühne gehen kann. 160 davon sind ehrenamtliche Helfer, die eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro bekommen. Der Rest sind Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.

„Wir treffen uns etwa zwei Wochen vor den Wahlen in jedem Ortsteil mit den Wahlhelfern zur Wahlbesprechung. Aktuell fehlen uns noch ein paar Helfer, aber bis Mai wird die Mannschaft stehen“, sagt Thomas Dincher.

Am Wahltag selbst werden die Wahlhelfer in zwei Schichten von morgens 7.30 Uhr bis abends etwa 20 Uhr arbeiten. Die Wahlberechtigung muss überprüft werden, die Stimmzettel müssen ausgegeben und der ordnungsgemäße Einwurf in die Wahlurnen muss kontrolliert werden.

Nach Wahlende um 18 Uhr zählen die Wahlhelfer auch die Stimmen aus, und das Ergebnis wird telefonisch in das Rathaus übermittelt, wo das Computer-Wahlprogramm sofort die Gewinner – und für die Kommunalwahl auch die Sitzverteilung – ermittelt. Allerdings ist nicht jeder abgegebene Wahlzettel auch gültig. Mancher Bürger holt auf dem Wahlzettel zum kommunalpolitischen Rundumschlag aus. „Nicht selten stehen auf den Wahlzetteln  Beschimpfungen, die unter die Gürtellinie gehen. Diese Zettel sind natürlich ungültig und werden entsorgt“, sagt Thomas Dincher. Und da in der Gemeinde Kleinblittersdorf in diesem Jahr gleich acht Kandidaten zur Bürgermeisterwahl antreten, müssen die Wahlhelfer zwei Wochen später, am 9. Juni, wohl gleich wieder ran. „Wir rechnen hier alle mit einer Stichwahl. Aber auch so etwas hatten wir schon, und wir wissen, was zu tun ist“, sagt der stellvertretende Gemeindewahlleiter von Kleinblittersdorf.