„Für mich ist seit zehn Jahren Krieg“ Ukrainerin Olha Polishchuk über ihre Flucht vor den Russen und das Leben in Saarbrücken

Saarbrücken · Am 24. Februar vor zwei Jahren überfiel Russland die Ukraine. Viele Menschen flohen, vor allem Frauen und Kinder. So wie Olha Polishchuk und ihr Sohn Leonid. Die beiden sind zwei von rund 4700 Ukrainern in Saarbrücken – Erinnerungen an ihre Flucht.

Olha Polishchuk und ihr Sohn Leonid leben seit März 2022 in Saarbrücken. Als der Krieg begann, flohen sie aus Mykolaiv am Schwarzen Meer.

Olha Polishchuk und ihr Sohn Leonid leben seit März 2022 in Saarbrücken. Als der Krieg begann, flohen sie aus Mykolaiv am Schwarzen Meer.

Foto: Iris Maria Maurer

Olha Polishchuk holt ein buntes Küchenhandtuch aus dem Schrank. „Das haben mir Freunde aus meiner Wohnung in Mykolaiv geschickt“, freut sich die Ukrainerin. „Und hier, mein selbst geschriebenes Rezeptebuch!“, zeigt sie. „Sogar meine eigene Bettdecke habe ich wieder, darüber freue ich mich sehr!“ In dem großen Paket mit den vielen persönlichen, tröstlichen Kleinigkeiten, das vor ein paar Wochen aus der Ukraine ins Saarland kam, stecken die traurigen Reste ihres geliebten Zuhauses. Hier, in Olhas und Leonids deutschem Zuhause im Nauwieser Viertel werden diese Dinge zu einem Stück Heimat.