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Völklinger Theaterverein Thalia hat sein Platzproblem gelöst

Bühne frei : Theaterverein hat sein Platzproblem gelöst

Weil der Heimatkundliche Verein umzog, ist das Auditorium von „Thalia“ jetzt doppelt so groß wie früher.

Das Plakat des Stücks „Nonnenpoker“ hängt noch an einem der Eingänge zu den Räumen des Theatervereins Thalia im Erdgeschoss der Alten Bürgermeisterei in Völklingen-Ludweiler. Das war vor knapp zwei Jahren das vorerst letzte Stück, das die begeisterten Laiendarsteller aufgeführt haben. Damals noch in äußerst engen Verhältnissen. Dank der langen Theaterpause sind diese jetzt vorbei, denn im Erdgeschoss wurde in den vergangenen Monaten kräftig umgebaut. Jetzt ist – was den Theaterverein betrifft – so ziemlich alles fertig, weshalb die Vorsitzende Jutta Laval die neuen Räume gerne dem Ortsrat vorstellte.

Das Auditorium ist jetzt etwas mehr als doppelt so groß wie der bisherige Zuschauersaal, der eher ein Sälchen war. Ein Durchbruch in den daneben liegenden Raum, den zuvor der Heimatkundliche Verein genutzt hatte, hat das möglich gemacht. So entsteht für die Akteure auch mehr Raum, um sich zu entfalten. Weil nicht mehr mit jedem Quadratmeter im Zuschauerraum geknausert werden muss, haben die Theaterleute die Bühnenkante um etwa einen Meter versetzt – was die Bühne tiefer macht.

Ein Problem, die Enge, ist gelöst, aber neue tun sich auf – die aber sicher auch zu lösen sind, meinte Laval: „Jetzt dringt der Verkehrslärm der Straße rein, da müssen wir uns was überlegen.“ Aber keine Frage: Die Theaterleute fühlen sich wohl. Die Ausschanktheke gehört jetzt quasi zum Saal, da weder Wand noch Türe trennen. Sie liegt im ehemaligen Trauzimmer und hat nicht nur eine hübsche Stuckdecke zu bieten.

In weiteren Räumen ist genug Platz, um Requisiten und Technik zu verstauen. Auch das Obergeschoss soll noch dieses Jahr fertig werden, erklärte Ortsvorsteher Willems nach dem Rundgang. Dorthin musste der Heimatkundliche Verein zu Gunsten des Theatervereins umziehen. Sobald über die noch zu bauende Außentreppe ein zweiter Fluchtweg vorhanden ist und weitere Dinge erledigt sind, ist dort auch wieder Publikumsverkehr erlaubt, und die Heimatkundler können zu Ausstellungen einladen.