1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Völklingen

Zug für Osttangente scheint vorerst abgefahren

Zug für Osttangente scheint vorerst abgefahren

Völklingen/Luisenthal. Gestern weilte die neue Umwelt- und Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) auf Antrittsbesuch in Völklingen. Und brachte Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) eine schlechte Nachricht mit. Lorig hatte Klarheit wegen der Ostumgehung, der geplanten Entlastungsstraße für die Völklinger Innenstadt, angemahnt

Völklingen/Luisenthal. Gestern weilte die neue Umwelt- und Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) auf Antrittsbesuch in Völklingen. Und brachte Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) eine schlechte Nachricht mit. Lorig hatte Klarheit wegen der Ostumgehung, der geplanten Entlastungsstraße für die Völklinger Innenstadt, angemahnt. Nachdem die Unterlagen fast ein Jahr lang beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitschutz (LUA) gelegen hatten. Peter hatte nachgefragt und verkündete gestern das Ergebnis: Die Prüfung hatte Naturschutz-Bedenken ergeben. Womit die Plan-Unterlagen zumindest nachgearbeitet werden müssten. Nachdem die Stadt laut Lorig bereits an die 300 000 Euro in die Planung investiert hat.Die Ministerin meinte, angesichts des jetzigen Standes sei eine Realisierung der Straße im ursprünglich vorgesehenen Zeitraum des aktuellen Konjunkturprogramms (2009 bis 2011) sicher nicht mehr möglich. Ansonsten sei das Land dabei, alle derzeitigen Straßenprojekte auf Notwendigkeit, Dringlichkeit und Finanzierbbarkeit zu überprüfen. Dabei werde jeweils auch der erreichte Fortschritt berücksichtigt, wobei derzeit über die Zukunft der Osttangente noch nichts gesagt werden könne.Lorig nutzte die Gelegenheit, die Ministerin auf weitere, massive Verkehrsprobleme aufmerksam zu machen - so die extreme Belastung der Hauptstraße in Geislautern. Auch mit Blick auf weitere Gewerbeansiedlungen sei es dringend notwendig, die Raffineriestraße als Entlastungsstraße auszuubauen. Und nach den Lärmgutachten, bei denen Völklingen landesweit Pilotstadt gewesen sei, erwarteten die Betroffenen Konsequenzen."Gleich dreifach beschallt", so Lorig, seien die Anwohner in Luisenthal - und zwar von Autobahn, Bundesstraße 51 und Bahn. Er zeigte der Ministerin die Verkehrssituation vor Ort, vom maroden Fußgängertunnel bis hin zum engen Durchlass durch den Bahndamm an der Altenkesseler Straße. Dieser müsse auf jeden Fall aufgeweitet werden, ob nun die Osttangente komme oder nicht, so Lorig. Was aber, weil die Deutsche Bahn mitziehen muss, noch Jahre dauern könne.In der Innenstadt nahm die Ministerin ein weitgehend positives Bild von den laufenden Umbaumaßnnahmen mit.< Weiterer Bericht folgt