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Hermann-Neuberger-Gemeinschaftsschule
Zeugnisnoten sagen noch nicht alles

Die Absolventen stellten sich in Pose bei der Abschlussfeier der Hermann-Neuberger-Schule in Völklingen.
Die Absolventen stellten sich in Pose bei der Abschlussfeier der Hermann-Neuberger-Schule in Völklingen. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Hermann-Neuberger-Schüler engagierten sich auch außerhalb des Unterrichts. Von Andreas Lang

Es wird mehr bleiben als die bloße Erinnerung an Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften und all die anderen Fächer. Das steht schon jetzt für die Schüler fest, die am Montagabend in der Gemeinschaftsschule Hermann-Neuberger ihre Abschlusszeugnisse erhalten haben und deren Weg zum Teil an anderer Stelle weiter geht.


Nach fünf oder sechs Jahren Schulzeit nehmen die Absolventen auch viele Erlebnisse mit auf ihren weiteren Lebensweg. Schulleiter Thomas Lothschütz nennt ein Beispiel: „Keine Note, keine Quote kann ermessen, was es zum Beispiel bedeutet, Teil eines Drachenboot-Teams zu sein.“ Ein solches schickt die Hermann-Neuberger-Schule nämlich ins Rennen, wenn es zum Beispiel im Rahmen des Saarfestes eine Schüler-Regatta gibt.

Auch Tutor Markus Knosp teilt diese Einschätzung, nannte in seiner Rede weitere Beispiele: „Auf den Zeugnissen steht nicht alles, was ihr hier geleistet habt. So habt ihr Jahr für Jahr auf dem Barisfest geholfen, Spenden gesammelt und vieles mehr.“ Eigentlich ohne eigenes Zutun haben die Schüler zudem Meilensteine passiert.



Thomas Lothschütz: „Der erste Jahrgang, in dem auch Absolventen aus der Flüchtlingswelle aus Syrien dabei sind.“ Knosp: „Mit euch kam der Ganztag.“ In weiteren Reden gingen die Klassenlehrerinnen der Neuner-Abschlussklassen, Brit Spagnolo, Helge Tröster-Illy und Susanne Puhl auf die zurückliegende Lebensetappe ein.

Ebenso kamen die Schülerinnen und Schüler zu Wort. Schulsprecherin Ewin Zerey, die wenig später ebenfalls ihr Abschlusszeugnis bekam, aber in die gymnasiale Oberstufe wechselt, humorig: „Wir Schüler sind am Ziel, die Lehrer am Ende.“ Eine Anspielung auf das Motto des Abends: „Bis hierher!? Unser Weg geht weiter.“

Mit einer „Reise durch viele Höhen und Tiefen“ verglichen andere Schülerinnen den bisherigen Ablauf in der Sekundarstufe. Gepflastert mit „guten und schlechten Noten“ im Bewusstsein dessen, „dass hier der Ernst des Lebens beginnt.“

18 Absolventen machten mit dem Abschluss der zehnten Klasse und erfolgreicher Prüfung die Mittlere Reife. 12 von ihnen wechseln gemeinsam mit Schulsprecherin Zerey in die gymnasiale Oberstufe, um das Abi zu machen. 56 Mal gab es zudem Zeugnisse für den Hauptschulabschluss und auch in dieser Sparte führt für einige Schüler der Weg an gleicher Bildungsstätte weiter. 22 junge Leute wechseln in die Klassenstufe zehn, um den Mittleren Bildungsabschluss zu erlangen.

Geehrt wurden außerdem die Klassenbesten: Serin Bozkurt, Klasse 10, Jolina Jerosch, 9a, Songül Dar, 9b, und Jan Christmann, 9c.