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Wo alle Brünnlein fließen, haben Kinder Riesenspaß

Wo alle Brünnlein fließen, haben Kinder Riesenspaß

Kein Autoverkehr, viel Raum zum Toben – und Brunnen, die sich wunderbar zum Spielen eignen: Völklingens Kolpingplatz ist im Sommer ein Paradies für Kinder. Und für die Eltern liegt die nächste Eisdiele direkt nebenan.

Die Hitze, gerade in der Stadt, staut sich zwischen Mauern. Vor dem Freibad bilden sich Schlangen. Der nächste Badesee - mindestens eine Stunde weit entfernt! Wie mit der Hitze umgehen? Kinder haben damit kein Problem, "wenn alle Brünnlein fließen".

Silas Pohl ist vor wenigen Tagen ein Jahr alt geworden. Fröhlich schiebt der Kleine sein Spielzeug mit Rädern durch die Wasserfontänen am Völklinger Kolpingplatz - vorgestern beim "Klamauk unter Schirm" (mehr darüber auf ). Das Unterhaltungsangebot interessiert ihn noch nicht. Aber das Wasser! An mehreren Stellen sprudelt es aus der Wand. Es plätschert auf Beton. Es bildet eine herrlich kühle Wasserschicht, wie ein nasser Teppich. Barfuß darüber laufen - was kann es bei diesem Wetter Schöneres geben?

Mama Stefanie beobachtet ihr Kind von weitem, gelassen, mit fröhlichem Schmunzeln. "Wasserscheu ist mein Silas überhaupt nicht, und so verbringen wir die heißen Tage entweder zuhause am Pool oder hier am Brunnen ", sagt sie, und: "Sehen Sie nur, jetzt ist er wieder mittendurch."

Die Kinder Vincenzo und Lorena verstecken sich gar unter einer dicken Schwalldusche. Pitschnass werden sie und freuen sich diebisch. Mama Aysegül Salemi genießt aus der Ferne ihren Eisbecher und erklärt bereitwillig, wie ihre Familie die Hitze meistert: "Mein Mann ist Italiener, ich selbst bin Türkin, wir haben natürlich schon von Haus aus gelernt, wie man im Süden mit der Sonne umgeht." Und wie? "Tagsüber lassen wir alle Läden in der Wohnung runter, nachts wird gründlich gelüftet. Während der größten Hitze meiden wir die Sonne, gehen ins Schwimmbad und bleiben, so gut es geht, immer im Schatten."

Eine Strategie, die sich auch Kathrin Holl zu eigen gemacht hat. Die Haut ihrer Tochter Louisa, drei Jahre jung, hat sie sorgfältig mit Sonnencreme geschützt. Das Kind trägt eine Mütze, die auch gegenüber Ultraviolettstrahlen beständig ist. Vorsorglich hat die Mama einen Badeanzug eingepackt. Damit nähert sich Louisa, vorsichtiger als Vincenco und Lorena, dem Wasserschwall aus der Mauer. Hält ihre Handflächen dagegen. Wie das spritzt! Mama Kathrin sagt: "Schwimmbad ist nicht so unsere Sache, wenn viel Betrieb ist. Bei dieser Hitze halten wir uns viel lieber an Wasserspielplätze." Und zu Hause bleiben die Rollläden unten, damit abends die Wohnung nicht zur Sauna wird. Abschließender Tipp von Kathrin Holl: "Viel trinken, um den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen. Das gilt natürlich auch fürs Kind."