| 12:59 Uhr

Gefährliche Rallye in Lauterbach
Wilde Verfolgungsjagd über die Grenze

Halte-Signal der Polizei – der junge Franzose, den die Beamten in Lauterbach zu stoppen versuchten, scherte sich nicht drum.
Halte-Signal der Polizei – der junge Franzose, den die Beamten in Lauterbach zu stoppen versuchten, scherte sich nicht drum. FOTO: BeckerBredel
Lauterbach. Kein Führerschein, aber am Steuer eines Autos – und das auf eine Art, die von Verkehrsregeln Lichtjahre entfernt ist: Am Freitag hat ein 22-jähriger Franzose sich mit der französischen und der deutschen Polizei eine wilde Verfolgungsjagd geliefert. red

Kein Führerschein, aber am Steuer eines Autos – und das auf eine Art, die von  Verkehrsregeln Lichtjahre entfernt ist: Am Freitag hat ein 22-jähriger Franzose sich mit der  französischen und der deutschen Polizei eine wilde Verfolgungsjagd geliefert.


Wie die Völklinger Polizei am Sonntag mitteilte, bekam sie am Freitag gegen 14.50 Uhr von der polizeilichen Führungs- und Lagezentrale mitgeteilt, dass der Fahrer eines weißen Ford Fiesta mit französischem Kennzeichen in Frankreich geflüchtet sei vor einer Verkehrskontrolle durch französische Polizisten, und zwar über die Grenze nach Deutschland. Die französische Polizei wusste, dass der 22-jährige Franzose am Steuer des Wagens keinen Führerschein hat. Minuten nach Eingang der Mitteilung wurde der Ford kurz vor dem Lauterbacher Ortseingang gesichtet, unterwegs in Richtung Landesgrenze. Auf Anhaltezeichen reagierte der Fahrer nicht, beschleunigte vielmehr stark. Auf seiner Flucht benutzte er die gesamte Fahrbahnbreite der Lauterbacher Hauptstraße, fuhr teilweise in den Gegenverkehr. Wegen dieser riskanten Fahrweise musste die Polizei die Verfolgung abbrechen, damit nicht andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gerieten. Der Ford-Fahrer kehrte über die Grenze nach Frankreich zurück. Dort wurde er gleich bei der ersten Sichtung von der französischen Polizei identifiziert. Gegen den Mann laufen nun Ermittlungsverfahren. 

Die Polizei Völklingen bittet Menschen, die bei der Flucht des Mannes durch Lauterbach gefährdet oder geschädigt wurden, sich bei ihr zu melden: Telefon (0 68 98) 20 20.