Wiederbelebung für Fürstenhausens Zentrum und Zuwachs für Fenne

Landesplanung und Flächennutzungsplan im Weg : Investoren stehen noch vor Hürden

Seniorenzentrum und Einkaufsmärkte sollen im Völklinger Stadtteil Fürstenhausen entstehen.

Private Investoren planen große Bauprojekte in zwei Völklinger Stadtteilen. So sollen in Fürstenhausen im Ortszentrum ein Seniorenzentrum sowie ein großer Lebensmittelmarkt und ein Drogereriemarkt entstehen. In Fenne will eine Firma einen Komplex mit Wohnungen auf einer bisherigen Grünfläche errichten.

Bei Projekt Nummer eins geht es um eine Wiederbelebung des Ortskerns im vom Bergbau gebeutelten Fürstenhausen. Die Immobiliengesellschaft Fürstenhausen mit Sitz in Merzig will auf einer Abrissfläche zwischen Saarbrücker Straße, Kaiserstraße und Kurt-Schumacher-Straße einen dreistöckigen Gebäudekomplex errichten. In den beiden Obergeschossen soll ein Seniorenzentrum entstehen. Ins Erdgeschoss sollen ein Lebensmittelmarkt mit rund 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche und ein Drogeriemarkt mit rund 700 Quadratmetern Verkaufsfläche kommen.

Bisher war an dieser Stelle nur Seniorenwohnen vorgesehen. Großflächiger Einzelhandel sprengt den Rahmen. Deshalb hatte die Landesplanung im Innenministerium ein Verträglichkeitsgutachten verlangt. Der Investor hat es beim Isoplan-Marktforschungsinstitut Saarbrücken in Auftrag gegeben, und das Ergebnis liegt inzwischen vor. Das Gutachten kommt zum Schluss: „Es wird empfohlen, das Vorhaben zu realisieren, weil es die Versorgungslücke für Lebensmittel in Fürstenhausen-Süd und Fenne schließt sowie Abhilfe für das Fehlen eines Drogeriemarktes in Völklingen insgesamt schafft.“  Um das Vorhaben zu ermöglichen, soll nun ein so genannter „Zentraler Versorgungsbereich in der Stufe eines Nebenzentrums“ ausgewiesen werden.

Projekt Nummer zwei verspricht Zuwachs für Fenne, den mit rund 900 Einwohnern kleinsten Völklinger Stadtteil. Die CKB Immobilien KG mit Sitz in Saarbrücken will auf einer Fläche von rund 4500 Quadratmetern in der Hausenstraße 26 Wohnungen errichten. Die Angelegenheit hat einen Haken. Das Gelände ist im Flächennutzungsplan des Regionalverbandes als Grünfläche ausgewiesen. Damit das Projekt möglich wird, müsste dies in „Wohnbaufläche“ geändert werden. Dafür zuständig ist der Kooperationsrat beim Regionalverband, in dem auch Völklingen vertreten ist.

Der Völklinger Ortsrat sagte am Mittwochabend einstimmig Ja zu beiden Projekten. Damit haben sie die erste Hürde genommen.

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