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Wie eine Kirmes zu neuem Leben erwacht

Zu Beginn des Volksfestes am Freitag gab es noch ausreichend Plätze auf dem Kinderkarussell. Foto: Becker & Bredel
Zu Beginn des Volksfestes am Freitag gab es noch ausreichend Plätze auf dem Kinderkarussell. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Geislautern. Vier Tage Kirmes haben die Geislauterner gefeiert. Neu und anders sollte das Volksfest ausfallen. Das ist den Organisatoren im Schulterschluss mit den Schaustellern gelungen – mit einer Mischung aus Tradition und Moderne. Andreas Lang

Zum Finale ihrer Kirmes haben es die Geislauterner noch einmal richtig krachen lassen. Und zwar mit einem spektakulären Feuerwerk am Nachthimmel. Das gefiel nicht nur dem Kerwehannes, der das von seinem exponierten Platz neben der Bühne aus beobachtete - ehe er wieder für etwa ein Jahr in seinem Kämmerchen verschwunden ist.



Mal wieder etwas Neues machen - oder zumindest etwas anderes, das hatte sich die Arbeitsgemeinschaft der Geislauterer Vereine (AGV) um die Vorsitzenden Peter Fixemer und Holger Bickar im Vorfeld vorgenommen, um der Kirmes neues Leben einzuhauchen. Und zwar dergestalt, dass Schausteller und Vereine enger zusammen rückten. "Das hat allen ganz gut gefallen", so Fixemer im Nachgang. Heißt aber nicht, dass man es nicht noch besser machen könnte: "Einige Besucher haben einen Eisstand vermisst, aber wir haben schon auf der Kirmes mit Schaustellern gesprochen, die im nächsten Jahr einen Eisstand bei uns aufstellen könnten." Den Besuch bei der viertägigen Kirmes bezeichnet er als zufriedenstellend. "Bei besserem Wetter hätte es sogar richtig gut werden können."

Ein Rückblick: Freitagabend schon Partystimmung mit deutlichem Azurro-Anteil mit Giovanni Burgios Da Vincis.

Samstags Rock unplugged mit Born and Raised. Und am Sonntagnachmittag gehört die Bühne den Knirpsen des Turnvereins. Besonders beliebt bei den Jungs und Mädchen: Das runde bunte Tuch, unter dem sie sich mal verstecken, mal darauf sitzend Karussell spielen. Und auch Betreuer und Eltern müssen sich dabei betätigen, denn sie bringen das farbige Tuch in Bewegung.

Zur Stärkung gibt es danach ein Stück Quetschekuche vom Blech, auf Wunsch mit ganz viel Sahne. So hat es Tradition am Sonntag auf der Geislauterer Kirmes im Schlosspark. Und abends noch ein bisschen Stimmung und Gelegenheit zum Abtanzen. DJ Ralf liefert die passende und lautstarke Musik dazu. Montags dann die letzte Chance, sein Glück an den Spielbuden zu versuchen oder eine Runde auf den Karussells zu drehen. Die Jugendlichen fahren lieber zu cooler Mucke und Diskolicht auf dem Autoskooter. Oder chillen am Rand der Skooter-Bahn. "Noch einmal Entchen angeln und die Gewinnpunkte einlösen", nimmt sich Gisela Frisch vor. Welchen Preis sie sich wünscht, verrät sie nicht. Kein Wunder, sie weiß noch nicht ihre endgültige Punktzahl.

Etwa eine Stunde später kracht es dann. Böller kündigen das abschließende Feuerwerk an - spektakulär.

Kirmesständchen der Marching-Band zwischen Kinderkarussell und Autoscooter im Schlosspark Geislautern. Foto: Andreas Lang
Kirmesständchen der Marching-Band zwischen Kinderkarussell und Autoscooter im Schlosspark Geislautern. Foto: Andreas Lang FOTO: Andreas Lang