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Weltkulturerbe in Völklingen dokumentiert Geschichte der Röchlings

Stahl und Zwangsarbeit : Ausstellung über die Röchlings

Völklinger Weltkulturerbe zeigt unter anderem historische Fotos und Briefe.

 Die Geschichte der Völklinger Hütte ist mit einer Familie verbunden: den Röchlings. Über Jahrzehnte prägten Vertreter dieser Familie die Geschicke des Völklinger Eisen- und Stahlwerks. Im Weltkulturerbe Völklinger Hütte wurde nun auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern in der Sinteranlage die Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ wieder eingerichtet. Die Ausstellung erzählt die mehr als 100-jährige Geschichte der Völklinger Hütte im Spiegel der handelnden Personen aus der Gründer- und Eigentümerfamilie Röchling. Nach der Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ (2014 bis 2016) und der gleichnamigen wissenschaftlichen Konferenz im Jahr 2015 erhält das Thema nun in der Sinteranlage einen festen Platz auf dem Besucherweg des Weltkulturerbes.

Mit der Integration der Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ vollendet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte das Ausstellungs-Zentrum zur Geschichte der Völklinger Hütte in der Sinteranlage. In der Sinteranlage sind bereits das Unesco-Besucherzentrum, die Multimedia-Einführung, der Erinnerungsort für die Zwangsarbeiter und die historische Forschung zum Thema Zwangsarbeit in der Völklinger Hütte zu sehen. Die Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ in der Sinteranlage ist als interaktives Projekt konzipiert, das in den nächsten Jahren weiterentwickelt wird.

Die Ausstellung spannt unter anderem mit historischen Fotos und Briefen einen Bogen von den Gründungstagen der Völklinger Hütte unter der Ägide des Industriepatriarchen Carl Röchling bis hin zur Nachkriegszeit.

Sie erzählt von den Innovationen in der Völklinger Hütte unter den Röchlings, von wirtschaftlichen Erfolgen und sozialen Einrichtungen. Die Ausstellung „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ thematisiert aber auch die Schattenseiten wie den Einsatz von Zwangsarbeitern in zwei Weltkriegen und die Nähe Hermann Röchlings zu Adolf Hitler und den Nationalsozialisten.