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Kreative Krippen-Bauer
Auch der Warndtdom kommt dazu

Diese Weihnachtskrippe hat Caroline Ottmers aus Lauterbach fürs eigene Zuhause gebaut. Seit dem vorigen Jahr, in dem dieses Foto entstand, sind noch neue Elemente hinzugekommen.
Diese Weihnachtskrippe hat Caroline Ottmers aus Lauterbach fürs eigene Zuhause gebaut. Seit dem vorigen Jahr, in dem dieses Foto entstand, sind noch neue Elemente hinzugekommen. FOTO: Caroline Ottmers
Lauterbach. Zu Besuch bei der Lauterbacher Krippenbauerin Caroline Ottmers: Seit zehn Jahren baut sie an ihrer speziellen Warndtkrippe. Die Ideen gehen ihr nie aus. Von Walter Faas

Einzigartig – das waren alle 25 Ställe von Bethlehem in der Krippenausstellung im Ludweiler Gemeindezentrum Herz Jesu (die SZ berichtete). Und von jeder gab es viel zu berichten.


Von ihrer Größe, ihrem Detailreichtum und der Verbundenheit zur Warndtheimat her stach beispielsweise die spezielle Warndtkrippe von Caroline Ottmers hervor, an der sie seit zehn Jahren baut. Ein Grund, sich mit ihr in ihrem Hobbykeller in Lauterbach zum Fachsimpeln zu treffen.

Den Hang zum Basteln hat Ottmers vom Papa geerbt. Ihre großflächige 3 D-Landschaft „Krippe & mehr“ wächst Jahr für Jahr. Die Hauptkrippe, gestaltet nach einem Bildband, entstand 2008. Es handelt sich um einen stattlichen Scheunentrakt, mit Stadel, Tenne, Futterkammer, Dachgauben, stimmungsvoll beleuchtet, anheimelnd, einladend. Sie steht heute „ganz oben auf dem Berg“. Hinauf führt ein steiler Serpentinenweg, steil, steinig, holprig, ein Hingucker für sich. „Die Hirten, Herden und Könige  müssen sich anstrengen, wollen sie dem Neugeborenen huldigen“, sagt Ottmers. Drun­ter, drüber, davor, dahinter hat sie jedes Jahr Neues geschaffen.



Ein Weihnachtsdorf, beispielsweise, mit Hütten für Bücher, Gewürze, Stoffe, Edelsteine, Kerzen, Seifen und so fort. Einen geschlängelten Bachlauf, den kleinen Park, Weiden für freilaufende Pferde, Schafe, Rinder, einen Hasenstall.

Zum Bastelfieber an der Bandsäge mit Holz kamen Arbeiten mit Gips, Ton, Licht, Stein, diversen Naturmaterialien, gesammelt im Warndtwald direkt vor der eigenen Haustüre. Beim eigenen Sohn Lars, beim Patenkind, bei der Familie  kommt die Ottmers-Krippe bestens an. Ob sie auch bespielt werden darf? „Aber ja, die Kinder dürfen ran, wenn sie schön vorsichtig sind“, sagt Ottmers, von Beruf übrigens eine gelernte Verkäuferin.

Und wie sieht es mit weiteren Ausbauplänen aus? „Auf jeden Fall will ich noch unseren Lauterbacher Warndtdom nachbauen und in meine Krippe integrieren“, sagt die Bastlerin.