Wehrdener klagen über Vandalismus

Müll an den Ruhebänken in der Saarstraße, Taubendreck an der Brücke, Moos an der Schiffsanlagestelle, und die neue Fährmann-Statue ist bereits beschädigt: Bei einem Rundgang durch Wehrden zusammen mit Bürgern bot sich dem Ortsrat kein schönes Bild.

Lediglich eine Handvoll Wehrdener Bürger folgte am Mittwochnachmittag der Einladung des Ortsrates Völklingen zum Dialog. Während des kleinen Rundgangs durchs untere Wehrden diktierten die Kommunalpolitiker dem Schriftführer der Stadtverwaltung Kritikpunkte und Anregungen in den Block - mit der Bitte um Prüfung durch die Verwaltung.

"Es ist kein schönes Bild", sagte Dirk Schuh (CDU ) mit Blick auf den Müll, der an den Ruhebänken in der Saarstraße achtlos weggeworfen wurde. Das Ortsratsmitglied aus dem Stadtteil zeigte seinen Kollegen einen weiteren unschönen Anblick: den Moosbewuchs an den Mauern der Schiffsanlegestelle. Keine Veränderungen gibt es an den Fassaden der Meisterhäuser. Die Auflagen des Denkmalschutzes, erläuterte Schuh, machten eine Sanierung der Gebäude teuer.

Die Einrichtung eines Taubenhauses, so ein Vorschlag, könnte womöglich dazu führen, dass der Vogeldreck an der Saarbrücke verschwindet. Der kritischste Punkt aus Sicht des Wehrdener Bürgers: das Verhalten der Autofahrer an der Busspur in der Schaffhauser Straße. "Chronisch zugeparkt!", klagte Schuh.

Neue Seniorenfahrt

Schlechte Nachrichten auch vom Fährmann an der Rosselmündung: Vandalen haben die Figur beschmiert und beschädigt.

In Fenne, Luisenthal, Fürstenhausen, Geislautern sowie auf der Röchlinghöhe und dem Heidstock hat der Völklinger Ortsrat bereits Station gemacht, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Weitere Etappen sind noch im oberen Wehrden und in der Innenstadt geplant.

Während der Sitzung in der Wehrdener Kulturhalle empfahlen die Kommunalpolitiker dem Hauptausschuss des Stadtrats, aus dem Sparkassenüberschuss Mittel zur Durchführung einer dritten Seniorenfahrt zur Verfügung zu stellen. Sie ist für diejenigen gedacht, die wegen der großen Nachfrage nicht an den Tagesausflügen nach Andernach teilnehmen konnten.