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Lichtprobe in Wehrden
Die IG Wehrden macht es zünftig

Der Handwerkerbaum an der Ecke Schaffhauser Straße/Zum Rauenhübel in Wehrden präsentiert sich zur Adventszeit voll illuminiert.
Der Handwerkerbaum an der Ecke Schaffhauser Straße/Zum Rauenhübel in Wehrden präsentiert sich zur Adventszeit voll illuminiert. FOTO: BeckerBredel
Wehrden. Wehrden hat im Advent eine neue Attraktion: Ein 40 Meter langer Lichtschlauch beschert dem markanten Handwerker- und Vereinsbaum eine zweite Karriere – als Weihnachtsbaum. Von Ulrike Paulmann

Alle blicken hoch – und die Meinung ist einhellig. „Spitze“, findet Patrick Becker das, was er da sieht. Und Manfred Becker lobt den „Wow-Effekt“. „Das prägt in der Weihnachtszeit das Ortsbild“, sind sich beide sicher. Der Vorsitzende (Patrick Becker) und der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Wehrdener Bürger und Vereine (IG Wehrden), Manfred Becker, stehen an der Ecke Schaffhauser Straße/Zum Rauenhübel und schauen auf den Handwerker- und Vereinsbaum. Der ist zwar nicht neu, steht schon seit einigen Jahren. Neu ist aber das, was sie gerade mit anderen Mitstreitern der IG Wehrden bestaunen:


Der 17 Meter hohe Stahlmast, an dem diverse Tafeln auf Vereine und Handwerker hinweisen, wird nun nicht nur vom Boden aus angestrahlt, sondern strahlt jetzt auch selbst. Ein Lichtschlauch ziert die Flanken der sich nach oben verjüngende Silhouette. Gekrönt wird das Ganze in der Spitze von einem Adventskranz, auf dem vier Kerzen zu sehen sind – letzteren Anblick kennen die Wehrdener schon.

Beim SZ-Besuch gibt es den kompletten Lichterglanz zu sehen, das zieht schon einige neugierige Blicke auf sich. Kurz darauf ist der Zauber wieder beendet. Denn noch ist es zu früh für den neuen, außergewöhnlichen Weihnachtsbaum im Völklinger Stadtteil, es war nur ein Probelauf. „Richtig los geht es  zum 1. Advent“, so Manfred Becker. Dann erstrahlt allabendlich das Licht am Baum. „Und an jedem Advent wird eine Kerze mehr entzündet“, fügt Patrick Becker hinzu. „Einzigartig“ sei das, sagt Manfred Becker mit Blick auf den Baum, „sowas gibt es in ganz Deutschland nicht“.



Die Idee, den stählernen Blickfang in der Vorweihnachtszeit derart effektvoll zu beleuchten, erwuchs bei einer Zusammenkunft bei der Feuerwehr in Wehrden, erläutern die beiden Vorstandsmitglieder. Udo Holzer sponsorte die neue Beleuchtung, wie er beim Ortstermin erzählt: „40 Meter LED-Schlauch mit warmweißem Licht wurden montiert.“ Dazu kamen, auch von ihm, neue Kerzenlampen, 70 Zentimeter hoch, widerstandsfähiger als die vorherigen und besser leuchtend. Außerdem restaurierte die IG den Kranz mit grünem wasserfesten Panzertape. Das Ganze, so erzählt Manfred Becker, sei an die Straßenbeleuchtung geschaltet.

Ende April 2010 wurde der Handwerker- und Vereinsbaum auf der öffentlichen Grünanlage eingeweiht – 2,3 Tonnen schwer und geschmückt mit 28 Schildern mit Logos von Vereinen und Handwerkern. Manfred Becker, damals in der Funktion des Vorsitzenden der IG, sagte an diesem Tag: „Er ist nicht nur ein Symbol für das starke Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Vereinen und Geschäftsleuten, sondern ein Symbol des Wir-Gefühls der Bevölkerung in Wehrden.“ Die Schilder wurden für je 400 Euro verkauft, daneben sicherten Mittel aus dem Fonds der IG Wehrden und Sponsorengelder die Finanzierung. Die Kosten des Projekts beliefen sich damals laut Manfred Becker auf rund 27 000 Euro.

In Sachen Schilder soll sich bald noch mal etwas tun, da sich im Laufe der Jahre manches verändert hat. Einige sollen getauscht werden. Der IG-Vorsitzende Patrick Becker kündigt an: „Wir gehen nochmal aktiv in die Vermarktung.“

Initiatoren (von links): Wolfgang Albert, Inge Albert, Frank Kneip, Patrick Becker, Udo Holzer und Manfred Kneip.
Initiatoren (von links): Wolfgang Albert, Inge Albert, Frank Kneip, Patrick Becker, Udo Holzer und Manfred Kneip. FOTO: BeckerBredel