Was die RAG vorhat mit dem Grubenwasser

Was die RAG vorhat mit dem Grubenwasser

In den ehemaligen Kohlebergwerken im Warndt stehen die Pumpen bereits seit Jahren still. Jetzt hat die RAG auch für die übrigen saarländischen Bergwerke ihr Grubenwasserkonzept fertiggestellt. Gemeinsam mit der RAG informieren die Kommunen Völklingen und Großrosseln in einer Bürgerversammlung darüber.

Am 16. März, 17 Uhr, laden die Stadt Völklingen , die Gemeinde Großrosseln und die RAG Aktiengesellschaft alle Interessierten zur Bürgerversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus (Schlossparkschule) in Geislautern ein. Thema dabei: das Grubenwasserkonzept fürs Saar-Kohlerevier, das die RAG jetzt fertiggestellt hat. Es sieht vor, das Grubenwasser in zwei Phasen ansteigen zu lassen mit der Möglichkeit des freien Auslaufs in die Saar bei Ensdorf. Vor einer Genehmigung durch die Bergbehörde muss das Konzept ein Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung durchlaufen. Mögliche Auswirkungen eines Grubenwasseranstiegs auf Mensch und Umwelt stehen dabei im Blickpunkt. Das Genehmigungsverfahren beginnt in den nächsten Wochen.

Das neue Konzept betrifft nicht die früheren Abbauflächen im Warndt. Diese hängen unter Tage zusammen mit den Grubenbauten auf der französischen Seite der Grenze. Und dort sind schon seit Jahren die Pumpen ausgeschaltet; das Wasser steigt langsam, aber stetig an. Was der Wasseranstieg für die Tagesoberfläche bedeutet, hatte der Experte Jürgen Wagner bereits in der groß angelegten Studie "Zukunft - Wasser - Warndt" untersucht, die er 2010 öffentlich vorstellte.

2013 hatte der Wasserzweckverband Warndt eine Ergänzung in Auftrag gegeben, ein "Handlungskonzept", in dem die Fachleute um Wagner untersuchten, was die vom Wasseranstieg im Warndt betroffenen Kommunen wann beachten und tun müssen. Folgen des Wasseranstiegs für Völklingens Stadtteile Fenne, Fürstenhausen und Wehrden standen im Fokus einer dritten Untersuchung, die die Stadt Völklingen im vorigen Jahr erarbeiten ließ.