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Warten auf Verkehrsberuhigung

Diese Bodenschwelle in der unteren Kreuzwaldstraße bremste vor über zehn Jahren Raser aus. Dann wurde sie wegen starker Beschädigung abgebaut und nicht wieder ersetzt.Archivfoto: Engel
Diese Bodenschwelle in der unteren Kreuzwaldstraße bremste vor über zehn Jahren Raser aus. Dann wurde sie wegen starker Beschädigung abgebaut und nicht wieder ersetzt.Archivfoto: Engel
Lauterbach. Das Konzept zur Verkehrsberuhigung der Lauterbacher Kreuzwaldstraße lässt weiter auf sich warten. Das mussten frustrierte Autolenker auf der jüngsten Ortsratssitzung zur Kenntnis nehmen. Sie beklagten teils aggressive Fahrweisen auf dem gefährlichen Grenzweg. n Andreas Lang

Wer tagsüber mit 30 Stundenkilometern und damit ordnungsgemäß die Lauterbacher Kreuzwaldstraße befährt, kann von gefährlichen Begegnungen mit anderen Autofahrern berichten. So wie die Lauterbacherin Marion Müller, die am Mittwoch mit weiteren Leidensgenossen zur Ortsratssitzung gekommen war und genau über diese Erlebnisse berichtete. "Beim Versuch, dort die 30 Stundenkilometer zu halten, wird man von anderen gefährlich überholt", so schilderte sie. Andere Ortsratsgäste berichteten vom Ignorieren von Stoppschildern und Autolenkern, die mit mehr als der doppelten als der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs waren. Die Hoffnung, bei der Ortsratssitzung etwas zum neuen Verkehrsberuhigungskonzept zu erfahren, zerschlug sich schnell.

Grenzweg nicht dicht machen


"Das liegt noch irgendwo zur Prüfung bei der Verwaltung", informierte Christdemokrat Thomas Rouget, und Ortsvorsteher Dieter Peters (SPD ) bestätigte. Ganz dicht machen will Peters den kurzen, aber gefährlichen Grenzweg nicht. "Viele Lauterbacher nutzen die Straße, außerdem kommen viele Kunden aus Frankreich über den Weg in unsere Geschäfte", so seine Begründung. Radarfallen sind offenbar auch kein probates Mittel, weil viele Sünder ihre Autos in Frankreich zugelassen haben. Peters: "Das Problem ist, dass Ordnungswidrigkeiten erst ab 75 Euro verfolgt werden." Die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen lägen aber weit davon weg, etwa bei 15 Euro pro Überschreitung. Also muss wohl eine bauliche Lösung her. Die SPD-Fraktion im Ortsrat sprach sich zum Beispiel dafür aus, dass wieder Schwellen in die Straße eingebaut werden.

Warten auf wichtiges Papier

So bleibt den Lauterbachern vorerst nur, weiter auf das sehnlichst erwartete Papier mit den Verkehrsberuhigungsplänen der Völklinger Verwaltung zu warten und, sobald die Vorlage da ist, mit der vorliegenden Vorlage im März erneut zu diskutieren. Wichtig ist den Ortsratsmitgliedern, dass eventuelle bauliche Maßnahmen zunächst provisorisch errichtet werden. Damit sie - sofern sie nicht den gewünschten Erfolg bringen - unkompliziert wieder entfernt werden können.