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Ursprünglich ein Ableger des Realgymnasiums in Völklingen
So kam es zu der neuen Schule im Warndt

Das Lehrerkollegium war 1969 noch sehr klein.
Das Lehrerkollegium war 1969 noch sehr klein. FOTO: Warndtgymnasium
Geislautern. Das damalige Realgymnasium in Völklingen platzte Mitte der 1960er Jahre aus allen Nähten.

Das Warndtgymnasium in Geislautern liegt derzeit oben in der Beliebtheitsskala bei den weiterführenden Schulen in der Region. Mit der Schattenseite, dass im März 2018 per Los entschieden wurde, dass 13 Kinder, die sich mit ihren Eltern für diese Schule entschieden hatten, in diesem Schuljahr vor der Tür bleiben müssen. Das Warndtgymnasium ging dabei mit 87 Kindern mit drei Eingangsklassen bereits an die ihm vom saarländischen Bildungsministerium gesetzte Obergrenze.


Und so war es zur Gründung des Warndtgymnasiums gekommen: Mitte der 1960er Jahre, schildert der frühere Schulleiter Helmut Umla, platzte das Realgymnasium Völklingen (das heutige Albert-Einstein-Gymnasium) mit fast 1500 Schülern aus allen Nähten. Das Projekt einer zweiten Höheren Schule (für Jungen) im Raum Völklingen drängte sich auf. Bereits im September 1966 wurde das Gelände der ehemaligen Grube Geislautern als möglicher Standort ausgemacht. Die Kaufverhandlungen mit der damaligen Saarbergwerke AG zogen sich endlos hin. Gleichzeitig bemühte sich auch Püttlingen um den Sitz des neuen Gymnasiums.

Ohne zunächst ein eigenes geeignetes Gebäude zu besitzen, wurde die Gründung des neuen Gymnasiums dem Realgymnasium Völklingen als Mutteranstalt übertragen. Der Aufbau begann im April 1966 mit einer Sexta und Quinta; beide Klassen wurden in das evangelische Gemeindehaus in der Poststraße ausgelagert.



Endlich, im März 1968, konnten die Bauarbeiten in Geislautern beginnen. Zunächst zogen sieben Klassen in das A-Gebäude ein.

Ein unvergesslicher Abistreich: 1992 stand plötzlich ein Trabi auf der Pausenhalle.
Ein unvergesslicher Abistreich: 1992 stand plötzlich ein Trabi auf der Pausenhalle. FOTO: Warndtgymnasium