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Völklinger Freibad
Vor dem Baden lohnt der Blick ins Internet

„Gesamt“, „Belegt“ und „Frei“: Die Anzeigetafel über dem Eingang des Bades informiert Besucher schon länger über den aktuellen Stand.
„Gesamt“, „Belegt“ und „Frei“: Die Anzeigetafel über dem Eingang des Bades informiert Besucher schon länger über den aktuellen Stand. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Bei den sommerlichen Temperaturen dieser Tage strömen die Massen ins (wieder offene) Völklinger Freibad. Doch bei 3000 Leuten am Tag ist Schluss. Wie voll es aktuell im Erlebnisbad Köllerbachtal ist, ist jetzt nicht nur vor Ort, sondern bereits auf der Stadt-Internetseite zu sehen. Von Ulrike Paulmann

Die Sonne brennt unerbittlich, die Kleider kleben am Körper: Eine Abkühlung muss dringend her. Was eignet sich da besser als der Besuch im Völklinger Freibad? Also, Tasche gepackt und hin – und rein ins Badevergnügen.


Das ist neu: Auf der Startseite des städtischen Internetangebotes ist zu sehen, wie viel Betrieb gerade im Freibad ist (Screenshot von gestern Mittag).
Das ist neu: Auf der Startseite des städtischen Internetangebotes ist zu sehen, wie viel Betrieb gerade im Freibad ist (Screenshot von gestern Mittag). FOTO: Ulrike Paulmann

Doch nicht alle, die das in der vergangenen Saison vorhatten, konnten diesen Plan auch verwirklichen. Am Tor war für manche der Ausflug bereits zu Ende. Denn die Einrichtung darf lediglich 3000 Badegäste am Tag einlassen, aus Sicherheitsgründen. Und diese so genannte Höchstbadezahl wurde in der Saison 2017 mehrfach erreicht, sagt Stadt-Sprecher Uwe Grieger. Mit der Folge, dass potentielle Badegäste aufgrund der „Überfüllung“ an der Kasse abgewiesen werden mussten. „Das sorgte für Verdruss bei den Leuten“, berichtet Grieger im Gespräch mit der SZ, es habe in der Vergangenheit deswegen Beschwerden gegeben.



Die aktuelle Saison 2018 hat am  Pfingstsamstag begonnen. Dass seitdem schon einmal zu viele Leute ins Freibad wollten, war seines Wissens nach noch nicht der Fall. Aber der Sommer hat ja erst angefangen und geht noch weiter in die Vollen. „Ich gehe davon aus, dass wir die Höchstbadezahl wieder mehrfach erreichen werden“, so Grieger weiter.

Im Unterschied zu den vergangenen Jahren können sich die Badewilligen nun nicht erst am Ziel (auf der Anzeigetafel über dem Eingang), sondern bereits zuhause oder unterwegs davon ein Bild machen, wie voll es im Bad ist. Und ob es sich lohnt, sich auf den Weg zu machen. Dank eines neuen Service der Stadt, über den jetzt  Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) bei einem Ortstermin im Völklinger Bad informierte. Ab sofort wird nämlich auf der Startseite des Völklinger Internetauftritts in Echtzeit angezeigt, ob die Kapazitätsgrenze des Bades für den Besucherverkehr erreicht ist. Der Internetzähler errechnet automatisch, bis wieviel Uhr voraussichtlich der Einlass von Badegästen noch möglich ist. Die Rathauschefin dazu: „Ab sofort genügt ein kurzer Blick auf die Internetseite der Stadt Völklingen, um an solchen Hitzetagen die momentane Besucherzahl abfragen zu können.“

Hintergrund des Besuches von Oberbürgermeisterin Blatt und Bürgermeister Christof Sellen (CDU): Sie wollten sich nach der notwendigen Schließung des Bades Mitte Juni vor Ort über die Lage informieren. Wegen zu hoher Keimwerte im Filtrat der Filteranlage war das Freibad als Vorsichtsmaßnahme für eine Woche geschlossen worden (die SZ berichtete).

Bei der Besichtigung, so heißt es von Seiten der Stadt-Pressestelle, „versicherte Badebetriebsleiter Thomas Schneider, dass zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Badegäste bestanden habe“. Beim Termin sei ausführlich die Wasseraufbereitung erläutert worden. Außerdem sei erklärt worden, dass das Völklinger Freibad über eine einwandfreie Wasserqualität in den Schwimmbecken verfüge.

Vor dem Besuch im Freibad hatte die Verwaltungsspitze auch noch die benachbarte Hermann-Neuberger-Sportanlage besichtigt. Betriebsleiter Alexander Stein hatte der neuen Verwaltungsspitze seine Mannschaft vorgestellt.