Von Raben und (tauben) Nüssen

SZ-Redakteur Marco Reuther hat tierisch Respekt vor den schwarzen, schlauen Vögeln.

Meinung:

Von Raben und (tauben) Nüssen

Raben müssen wirklich schlaue Kerlchen sein. Schon vor zwei Jahren berichteten wir von so einem Vogel im Regionalverband, der Walnüsse auf die Straße geworfen hat, um sie von darüber rollenden Autos knacken zu lassen und so an den leckeren Inhalt zu kommen.

Der clevere Vogel war kein Einzelfall: Am Mittwoch konnte ich einen Raben beobachten, der nach derselben Methode vorgegangen ist, eine Nuss auf dem Asphalt legte und auf die unfreiwillige Hilfe eines Autofahrers wartete.

Einst hatte man ja gedacht, der Mensch unterscheide sich dadurch vom Tier, dass nur er schlau genug ist, Hilfsmittel zu verwenden, um seine Ziele zu erreichen. Heute weiß man es besser: Affen kommen mit Stöcken an verborgene Leckereien, Elefanten benutzen Zweige, um Fliegen zu vertreiben, Fischotter knacken Muscheln mit Steinen. Und inzwischen frage ich mich sogar ernsthaft, ob Tiere nicht vielleicht sogar intelligenter als Menschen sind.

Oder kennen Sie auch nur einen einzigen Raben, der Donald Trump gewählt hat?