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Von der Qualität der Oldtimer begeistert

Von der Qualität der Oldtimer begeistert

Bisher hat sich Kurt Harrer um den Oldtimerkorso durch Völklingen gekümmert. Das Erbe des Verstorbenen lässt nun ein Team um den Verwaltungschef des Weltkulturerbes, Arno Harth, aufleben. Ebenfalls mit großem Erfolg.

Geschwungene Kotflügel, blitzender Chrom, große Speichenräder: Rund 300 historische Autos und Motorräder konnten am Sonntag am Neuen Rathaus bestaunt werden. Zum 13. Mal hatte der Völklinger Wirtschaftskreis anlässlich des Herbsttages zur Oldtimerparade eingeladen. Die Bilanz der Macher ist positiv. "Wir sind auf einem guten Weg", resümiert Arno Harth am Montag am Telefon. Ein Team um den Prokuristen und Leiter der Verwaltung des Weltkulturerbes hat die Nachfolge von Kurt Harrer angetreten. Der Initiator und Motor des Oldtimerkorsos war im Januar verstorben.

Bereits gegen neun Uhr am Morgen, berichtet Harth, herrschte ein reges Treiben. Beim Fahrerfrühstück stärkten sich die Teilnehmer für den langen Tag. Für einen guten Gastgeber, erklärt der Mitorganisator, gehöre solch ein Angebot einfach dazu. Und auch die Entscheidung, den lauschigeren Rathaus-Vorplatz mit einzubeziehen, sei richtig gewesen. Durch die Ausdehnung verkleinerte sich die Lücke zur Innenstadt.

Harth lobt die Qualität der Oldtimer . "Der Zustand der meisten Fahrzeuge war gut bis sehr gut", betont das Jurymitglied. Der Best-Of-Show Pokal ging an Reiner Dieck aus Saarbrücken. Mit einem Buick Special, Baujahr 1955, machte er das Rennen. Die weiteste Anreise hatte ein Fahrzeug aus dem Landkreis Ludwigsburg. Lokalmatador Arnold Daub hingegen hatte ein Heimspiel. Sein Renault NN 1 aus dem Jahr 1924 wurde als ältestes Auto ausgezeichnet.

Als Hingucker entpuppte sich auch ein Fahrrad mit 1,3-PS-Hilfsmotor. Das Gefährt aus dem Jahr 1955 schnappte sich den Preis im Bereich der Motorradklassiker. Bei den Nutzfahrzeugen überzeugte die Jury ein Mitte der 1950er Jahre gebautes Feuerwehrauto aus St. Avold. Rund 30 Prozent der Fahrzeuge, schätzt Harth, waren auch im letzten Jahr schon mit von der Partie.

Bei den Oldtimer-Fans hat das Treffen mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender. Vor der kalten Jahreszeit nutzen sie die Gelegenheit, ihre Schätzchen nochmals zu präsentieren. Viele Schaulustige standen Spalier, als die Karossen in der Rathausstraße am roten Doppeldecker-Bus vorgestellt wurden. "Die Leute waren gut drauf", stellt Harth zufrieden fest. Lediglich einem Unimog-Fahrer verging wohl kurzzeitig die gute Laune. Ausgerechnet bei der Siegerehrung sprang sein Fahrzeug nicht an.

Mitorganisator Arno Harth wirft auch schon einen Blick in die Zukunft. Angedacht ist, beim nächsten Oldtimer-Korso eine eigene Kategorie für Traktoren einzuführen.