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Sie veranstaltet sogar eine Berufsmesse
Unternehmer loben Gemeinschaftsschule Ludweiler

Völklingen. Konzept zur frühzeitigen Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler aufs Berufsleben gilt in Völklingen als vorbildlich.

(red) Groß war das Interesse am „Völklinger Unternehmerdialog“, zu dem Oberbürgermeisterin Christiane Blatt eingeladen hatte. Für sie sei es eine Premiere, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können, sagte Blatt in ihrer Einführungsrede im Leonardo-Hotel. Zuvor hatte Silke Huber als Managerin des Hotels ihr Haus vorgestellt.


Die Oberbürgermeisterin wies auf die Bedeutung der Wirtschaft für die Stadt Völklingen hin: „Wir brauchen eine starke Wirtschaft. Und dieser Tatsache sind wir uns auch in der Stadtverwaltung sehr bewusst.“ In Zukunft seien dabei neue Herausforderungen zu meistern, sagte Christiane Blatt mit Hinweis auf die Digitalisierung und die Suche nach neuen Fachkräften: „Wir wollen diese Herausforderungen gemeinsam mit Ihnen anpacken“, erklärte sie.

Zwei Impulsvorträge standen im Mittelpunkt des ersten Teils der Veranstaltung. In der ersten Kurzpräsentation erläuterte Nina Kobarg-Macek das Konzept der Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule in Ludweiler für die Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben. Die Orientierung werde in allen Klassenstufen in einem integrierten Konzept gefördert. In diesem Rahmen könnten sich unter anderem auch Unternehmen direkt in der Schule bei einer Berufsmesse – sozusagen im Hautkontakt mit den Schülerinnen und Schülern – vorstellen.



Die Umbrüche im Zusammenhang mit der Digitalisierung standen im Mittelpunkt des zweiten Impulsvortrags. Stephan Lesch von der Völklinger Agentur Erfolgsfaktor erläuterte an Beispielen die großen Veränderungen in der Medien- und Werbelandschaft durch die rasant fortschreitende Digitalisierung. Dabei betonte er, dass die Veränderungen insbesondere bei den jugendlichen Nutzern mit großer Geschwindigkeit abliefen. Daran könne bereits jetzt abgelesen werden, in welche Richtung sich die Digitalisierung künftig entwickeln werde. Die Unternehmen müssten sich schon jetzt darauf einstellen. Lesch verdeutlichte das an einem Beispiel: Bei der Internet-Suche nach einem Unternehmen oder einem Geschäft wollten die Nutzer sehr häufig wissen, mit welchem Team sie es zu tun hätten. Der Klick auf das „Team“ erfolge in 40 Prozent der Fälle. In der anschließenden Diskussion bestätigten die Unternehmerinnen und Unternehmer, dass die Gewinnung von Nachwuchskräften und die Herausforderungen der Digitalisierung gerade für mittelständische Firmen eine große Bedeutung erlangt hätten. Großes Lob erhielt die Gemeinschaftsschule Ludweiler für ihr Konzept der Berufsvorbereitung. Unternehmen, Schule und die städtische Wirtschaftsförderung wollten an dieser Stelle weitere Ideen für gemeinsame Projekte entwickeln.

Oberbürgermeisterin Christiane Blatt informierte die Unternehmen auch über aktuelle städtische Themen. Dazu gehörte das Projekt Modepark Röther ebenso wie die Verbesserung der Anbindung der Innenstadt an das Weltkulturerbe und auch der Breitbandausbau. Der nächste Unternehmerdialog soll im Frühjahr 2019 stattfinden.