Völklinger Stadtwerke wollen Pkw-Fuhrpark umrüsten

Weg vom Verbrennungsmotor : Stadtwerke wollen Pkw-Fuhrpark umrüsten

Elektroautos sind in Völklingen noch nicht sehr beliebt. Gerade einmal 28 von 29 387 zugelassenen Fahrzeugen in Völklingen haben einen Elektroantrieb. Bei den Hybridautos sieht es nicht viel besser aus.

Hier liegt die Zahl bei 221. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Die Stadtwerke haben zurzeit drei Elektroautos und wollen nach und nach, wenn die Leasingverträge der anderen Fahrzeuge auslaufen, die Elektro-Flotte erweitern. Das sagt Sascha Bös, Projektleiter Elektromobilität, bei den Stadtwerken. 100 Fahrzeuge umfasst der Fuhrpark: 50 Pkw, 34 Busse, der Rest Lkw. Vor allem bei den Pkw sieht Bös großes Potenzial, bei den Bussen müssten die Stadtwerke zunächst prüfen, welche Förderprogramme es gibt. In einem ersten Schritt sollen 2019 drei weitere Elektroautos bestellt werden. Der Strom komme aus dem Solarpark im Stadtteil Fenne, der mehrheitlich den Stadtwerken gehört, und aus Wasserkraftwerken, erklärt Bös.

Die Ladestationen wollen die Stadtwerke nach seinen Angaben deutlich ausweiten. 21 Ladepunkte gibt es an fünf Standorten in der Innenstadt, das Ziel für 2019 seien 40. Bös: „In jedem Stadtteil soll es mindestens eine Ladestation geben.“ Wie viel kostet das Aufladen die Autofahrer? Mindestens bis Juni sei das noch kostenlos. Wenn die Stadtwerke später einen Obolus verlangen, koste die Kilowattstunde nicht mehr als in einem normalen Haushalt. Wann das Aufladen kostenpflichtig wird, stehe noch nicht fest.

Zu den Elektrobussen teilt  das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr mit: Vor einer Förderung für Verkehrsbetriebe müsse das Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz geändert werden. Eine solche Richtlinie des Landes sei in Planung und die Gesetzesänderung für das Jahresende vorgesehen. Das Bundesverkehrsministerium werde im Herbst einen neuen Aufruf für ein Förderprogramm von Elektrobussen starten, erklärt Hermann Guss vom Institut für Zukunfts-Energie- und Stoffstromsysteme (IZES). 80 bis 90 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem Diesel-Bus könnten Verkehrsbetriebe mithilfe dieses Programms finanzieren. Allerdings sei das Angebot an Elektrobussen der Hersteller noch sehr überschaubar.

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