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Völklinger Politiker wollen Anbindung des Bahnhofs an reaktivierte Strecken

Stellungnahme von Verwaltung und Stadtrat : Appell zu Bahnstrecken: Völklingen nicht abhängen

Stadtrat und Verwaltung fordern, das Land solle den Völklinger Bahnhof in die Reaktivierung der Köllertalbahn einbeziehen.

Der Völklinger Stadtrat hat mit großer Mehrheit einer Stellungnahme der Verwaltung zum Verkehrsentwicklungsplan öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) des Saarlandes zugestimmt.

Darin bitten Stadtrat und Verwaltung das Verkehrsministerium, bei der Reaktivierung der Rosseltal- und der Bisttalbahn eine „Anbindung des Völklinger Bahnhofs“ in den Machbarkeitsstudien erneut zu prüfen. Derzeit sehen die Planungen nur Strecken links der Saar vor.

Die Verwaltung befürwortet in der Stellungnahme insbesondere die Reaktivierung der Köllertalbahn und der Bisttalbahn unter Einbeziehung des Völklinger Bahnhofs. Das könne einen „Entwicklungsschub“ für das gesamte Köllertal und die Stadt Völklingen bringen.

Dagegen müsse verhindert werden, dass weitere Kaufkraft nach Saarbrücken verlagert wird. Paul Ganster (Linke) kritisierte scharf, dass in der Stellungnahme zur Rosseltalbahn stehe, dass dadurch eine Fläche für eine mögliche Ortsumgehung wegfällt. Diese werde auch nicht in 20 Jahren kommen. Die Bürger im Stadtteil Geislautern würden vom Straßenverkehr massiv entlastet, wenn hier wieder Züge fahren, meinte er.

Verkehrsplanerin Anna Lena Altmeier sagte, Anlieger der Rosseltalbahn hätten aber Bedenken wegen des Bahnlärms. Die Verwaltung werde diese Bedenken an das Verkehrsministerium weitergeben. Denn bisher habe das Ministerium, auch wegen Corona, keine Bürgerinformationen veranstaltet.

Die Rosseltalbahn soll künftig wieder von Saarbrücken nach Großrosseln fahren, die Bisttalbahn von Saarbrücken nach Überherrrn.