Völklinger Parken: Eine Lachnummer

Völklinger Parken: Eine Lachnummer

Nur selten braucht man die Autohupe. Im Prinzip - aber: In Völklingen muss ich ungewöhnlich oft Lärm machen. Sonst setzen die Leute, die mir den Weg zum Miet-Parkplatz versperren, ihren Wagen nicht in Gang.

Immerhin, sie sitzen meistens drin, das Sofort-Wegfahren klappt. Wie eine Einfahrt aussieht, weiß man als Autofahrer ja schon.

Wie ein Parkverbotsschild, eine Busspur, ein Taxi-Platz aussieht, weiß man auch. Das hindert in Völklingens Innenstadt aber kaum jemanden, seine Karosse abzustellen, wie's grad kommt. Kreatives Baustellen-Parken lautet die Devise in der Poststraße, kreatives Dem-Bus-im-Wege-Stehen in der Rathausstraße. Kreatives Spielstraßen-Einengen wird in der Forbacher Passage praktiziert, kreatives Drängelparken vor der Citypromenade. Parkscheibe? Dass ein dickes Schild dieses Ding vorschreibt (und die Parkzeit streng begrenzt), wird lässig übersehen. Parkscheine waren gestern, in der Poststraße ist das Hinweisschild auf einen gewesenen Parkscheinautomaten schwarz durchkreuzt. Parkuhren? In der Rathausstraße zeigte noch am Mittwoch ein Stellpfahl, dass es da mal was gab; doch nach der Uhr ist nun auch der Pfahl weg.

Völklinger Innenstadt-Parken ist schlicht eine Lachnummer. Parkgebühren kriegt die Stadt so nie in ihre leere Kasse.

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