Völklinger Feuerwehr bewältigt bei Jahreshauptübung drei Unglücksszenarien

Jahreshauptübung : Härtetest: Unfall an der Schulbushaltestelle

Die Völklinger Feuerwehr muss bei ihrer Jahreshauptübung drei unterschiedliche Unglücksszenarien bewältigen.

Die Völklinger Feuerwehr ist eine leistungsstarke Wehr. Die Einsatzkräfte sind gut ausgebildet und sorgen Tag für Tag für Sicherheit in der Mittelstadt. Mit einer Jahreshauptübung trainierten sie am vergangenen Samstag, 24. August, aber nicht nur ihre Fertigkeiten, sondern wollten der Bevölkerung einen Überblick über das Leistungsspektrum geben. Bei sonnigem Wetter fand das Übungsszenario mit drei Abschnitten reges Interesse.

„An der Schulbushaltestelle Hostenbacher Straße nimmt ein Schulbus wartende Kinder auf. Ein in die Hostenbacher Straße in Richtung Saarstraße fahrender Kraftfahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug und fährt über den Bürgersteig in die Haltestelle und kollidiert dort mit einem haltenden Pkw. In diesem Fahrzeug befindet sich ein Elternteil eines Schulkindes. Die Schulkinder im Bus werden nicht verletzt, sind allerdings durch das Unfallgeschehen geschockt“, erklärt der Völklinger Feuerwehrsprecher Torsten Milkovic den ersten Übungsschritt.

Die Feuerwehr ist gefragt, weil beide Pkw-Fahrer nicht in der Lage sind, aus ihren Autos auszusteigen. Eine technische Rettung ist notwendig, die Fahrzeuge werden mit schwerem Gerät geöffnet. Dabei achten die Feuerwehrleute darauf, die Unfallopfer nicht zusätzlich zu verletzen und trotzdem eine schnelle Befreiung der Personen sicherzustellen.

Kaum sind die zwei Personen gerettet, wird aus der Grabenstraße ein weiterer Notfall gemeldet. Hier soll ein Pkw in einer Autowerkstatt in die Montagegrube gerutscht sein. Wieder wird ein Mensch verletzt. Milkovic erklärt: „Er ist eingeklemmt und kann sich aus eigener Kraft nicht aus der Grube befreien.“ Diese Aufgabe übernimmt die Feuerwehr, die den Unfallwagen sichert und den Verletzten schonend aus seiner misslichen Lage befreit.

Spektakulär wird es im dritten Teil der Übung der Völklinger Feuerwehr. Bei der Anfahrt eines Tanklastwagens von der Saarstraße in Richtung Hostenbacher Straße kippt das Fahrzeug vor dem Anwesen Hostenbacher Straße 2 um. Dabei tritt Diesel aus. Es wird ein Umweltschutzeinsatz durchgespielt. Da der Fahrer unverletzt blieb, konzentrieren sich die Wehrleute auf den ausgelaufenen Kraftstoff, schützen die Kanalisation durch Abdichten, sorgen für den Brandschutz und ziehen zur Unterstützung die Saarstahl-Werksfeuerwehr hinzu.

Da die Wasserversorgung bei diesem Planspiel aus dem Trinkwassernetz nicht ausreichend erscheint, wird die Zufuhr aus der Saar sichergestellt. Dazu werden Pumpen eingesetzt.

Die Völklinger Wehr bietet damit in der Jahreshauptübung einen kompletten Überblick über ihre Haupteinsatzgebiete: Retten, Schützen, Bergen, Löschen. Insgesamt sind fast 170 Feuerwehrleute, Rote-Kreuz-Helfer und das Technische Hilfswerk an der Übung beteiligt. „Einer für alle und alle für einen ist unser Leitsatz“, sagte Wehrführer Herbert Broy am Rande der Übung.

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