Völklinger Baugenossenschaft investiert 2,6 Millionen Euro

78 Wohnungen werden modernisiert : Völklinger Genossenschaft investiert 2,6 Millionen

Ein Wohnblock ist bereits fertig, der zweite soll im Herbst folgen. 2020 werden weitere Wohnungen modernisiert.

Die Allgemeine Baugenossenschaft Völklingen 1904 eG (ABG) investiert weiter in ihre Immobilien. 2,6 Millionen Euro fließen in zwei Gebäude im Sauerbruchweg, erklärt Geschäftsführer Markus Arend. Der Eigenanteil der Genossenschaft beträgt rund 500 000 Euro, der Rest wird mit Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und herkömmlichen Bankkrediten finanziert. Dabei kommen der ABG laut Arend die derzeit sehr niedrigen Zinsen entgegen. Das Gebäude Sauerbruchweg 1-3 sei bereits fertig, die Sanierung des Gebäudes Sauerbruchweg 7-11 werde wohl im Oktober abgeschlossen. Arend dankte den Mietern für ihr Verständnis, es habe kaum Beschwerden während der Bauarbeiten gegeben. 78 Wohnungen werden hier auf den neuesten Stand gebracht. Dächer, Fenster, Fassaden und Balkon – alles sei auf dem neuesten Stand. Das sei auch dringend nötig gewesen.

Foto: Baugenossenschaft Völklingen. Foto: Baugenossenschaft Völklingen

Nach der Sanierung rechnet der Geschäftsführer damit, dass die Heizkosten um die Hälfte sinken. Arend verweist hier auf eine Sanierung in der Pasteurstraße, wo das so eingetreten sei. Die Heizkosten-Vorauszahlung für die Mieter werde also sinken, andererseits werde die Miete moderat erhöht. Arend betont: „Wir wollen hier keine Mieter rausmodernisieren, sondern den bezahlbaren Wohnraum erhalten, den sich die Mieter weiterhin leisten können.“ Wenn die vorausgesagte Heizkosten-Einsparung kommt, gebe es für manche Mieter gar keine Mehrbelastung. Das gelte aber nicht für alle. Arend sagt: „Lediglich 15 Prozent der umlegbaren Modernisierungskosten wurden tatsächlich auf die Miete umgelegt.“ Das nächste große Sanierungsprojekt steht bereits fest. Bis 2022 modernisiere die Baugenossenschaft drei Häuser in der Robert-Koch-Straße, teilte Arend mit. Auf einen interessanten Fakt wies er im Zusammenhang mit der Diskussion über fehlende Sozialwohnungen hin. Bei der städtischen Gesellschaft GSW, deren Wohnungen die ABG ebenfalls betreut, sowie bei der Genossenschaft stünden 15 Wohnungen leer, die für Hartz-IV-Bezieher vorgesehen sind. Dies sind ehemalige Flüchtlingswohnungen. Trotzdem hätten Leistungsbezieher diese Wohnungen abgelehnt, weil sie zum Beispiel nicht direkt in der Innenstadt lagen. Markus Arend kritisiert dieses Anspruchsdenken. Von ehemals 128 Flüchtlingswohnungen habe die Stadt Völklingen noch 13 gemietet. Diese Verträge werden zum Jahresende aufgelöst. Die Wohnungen stehen dann allen Beziehern von Sozialleistungen zur Verfügung.