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Völklinger bauen Spielplatz in den Anden

Völklinger bauen Spielplatz in den Anden

Eine Gesundheitszentrum arbeitet schon längst in einem abgelegenen peruanischen Andendorf. Auch Kindergarten und Nähwerkstatt gibt es inzwischen, dank Völklinger Hilfe. Brandneu: ein Spielplatz.

Bei ihrem jüngsten Peru-Hilfsprojekt haben die Völklinger Ayacucho-Freunde mit dem Saarbrücker Verein "Wiwo - Wir wollen was bewegen" zusammengearbeitet. Mit den 8000 Euro, die Wiwo zur Verfügung stellte, wurde ein Spielplatz für den Kindergarten des Gesundheitszentrums in Ccorihuillca gebaut.

Bevor die deutschen Helfer im Oktober vor Ort in die Hände spucken konnten, mussten sie eine strapaziöse Anreise bewältigen. Dr. Andreas Niethammer, Vorsitzender des Vereins "Hilfe für Ayachucho", erzählt: Zunächst ist man in die peruanische Hauptstadt Lima geflogen. Sie liegt an der Küste des Pazifischen Ozeans. Während der anschließenden zehnstündigen Busfahrt wurde ein 4600 Meter hohen Pass überquert. "Der erste Tag nach der Ankunft ist dafür da, sich bei einigen Tassen Tee aus Cocablättern an die Höhe zu gewöhnen", berichtet der Völklinger Arzt. Ayacucho liegt auf 3000 Metern.

Gemeinsam mit einem achtköpfigen Wiwo-Team wanderte Niethammer jeden Morgen knapp zwei Stunden über einen spektakulären Höhenweg zur Arbeit ins Dorf Ccorihuillca. Sonnencreme und Hut schützten vor der starken UV-Strahlung. Die Truppe, lobt Niethammer, sei sehr motiviert gewesen. Es wurde kräftig gegraben, gesägt und geschraubt.

Der einheimische Schreiner Alfonso unterstützte die Deutschen. Er wird sich zukünftig auch um die Instandhaltung des Spielplatzes kümmern. Am Abend wartete auf die hungrigen Arbeiter eine festlich gedeckte Tafel mit peruanischem Essen, zubereitet von Ruth Niethammer und ihrer chilenischen Freundin Paty. Nach sieben Tagen war es geschafft: Zwei mit einer Brücke verbundene Türme , zwei Schaukeln und eine grüne Rutschbahn standen. "Für uns ist es der schönste Spielplatz von Ayacucho", schwärmt Niethammer und berichtet von Freudentränen, die beim Einweihungsfest flossen. Auch die Jungs und Mädchen des Kindergartens waren glücklich, mit Begeisterung stürzten sie sich auf die Geräte. "Die Rutschbahn hat an diesem Tag bewiesen, dass sie etwas aushält", sagt Niethammer zufrieden.

hilfe-fuer-ayacucho.de

Zum Thema:

Hintergrund: Andreas Niethammer, Völklinger Kinder- und Jugendarzt, gründete 2004 den Verein "Hilfe für Ayacucho", gemeinsam mit seiner aus Peru stammenden Frau Ruth. Die rund 25 Mitglieder unterstützen Menschen in der armen Region um die peruanische Stadt Ayacucho. Unter anderem hat der Verein ein Gesundheitszentrum mit Nähwerkstatt und Kindergarten gebaut. Finanziert wird alles aus Spenden, die der Verein in der Völklinger Region sammelt, unter anderem mit Benefiz-Konzerten. tan