Gewinn beim Altpapier: Völklingens Müll-Entsorger schreiben schwarze Zahlen

Gewinn beim Altpapier : Völklingens Müll-Entsorger schreiben schwarze Zahlen

Der Entsorgungszweckverband hat 2017 wieder einen Überschuss erzielt. Grund dafür waren hohe Altpapier-Preise.

Der Entsorgungszweckverband Völklingen (EZV) hat das Wirtschaftsjahr 2017 mit einem Gewinn von gut 679 000 Euro abgeschlossen. Im hoheitlichen Bereich beträgt der Jahresüberschuss rund 590 000 Euro, im gewerblichen Bereich – also unter anderem bei der Altpapiervermarktung – sind es knapp 89 000 Euro. Das Ergebnis ist um etwa 479 500 Euro besser als im Planansatz erwartet. Einstimmig hat die Verbandsversammlung am Mittwochnachmittag im Neuen Rathaus den Jahresabschluss beschlossen.

Ein wesentlicher Grund für das positive Ergebnis: Bei der Altpapiervermarktung wurden 153 000 Euro mehr eingenommen als geplant. „Das ist eine Größe, die wir nicht beeinflussen können“, erläuterte EZV-Geschäftsführer Klaus Faßbender mit Blick auf die Papierpreise. Im vorigen Jahr bezahlten die Abnehmer noch mehr als 100 Euro pro Tonne, aktuell sind es nur noch 72 Euro. Während die Preise stark schwanken, bleibt die Menge relativ stabil; in den vergangenen beiden Jahren wurden in Völklingen jeweils gut 3100 Tonnen Altpapier eingesammelt.

Mittlerweile hat sich auch die Rest­abfallmenge eingependelt. Seit Anfang 2009 werden die Gebühren in Völklingen nach der Häufigkeit der Leerungen berechnet. Die Umstellung auf dieses Ident-System hat zur gewünschten Mülleinsparung geführt. Die Restabfallmenge sank von 8299 Tonnen im Jahr 2008 auf 6108 Tonnen im Jahr 2015. Seitdem ist die Menge relativ stabil geblieben.

2017 hat der EZV außerdem 2375 Tonnen Bioabfall und 81 Tonnen wilden Müll eingesammelt. Bei der Reinigung der Containerstandplätze kamen 203 Tonnen Abfall zusammen.

Insgesamt beliefen sich die Gebühreneinnahmen 2017 auf 3,58 Millionen Euro. Zum 1. Januar 2018 wurden die Müllgebühren um 10,3 Prozent gesenkt.

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