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Völklingen
Zukunfts-Suche fürs Casino beginnt jetzt

Der einstige Saarstahl-Komplex in der Rathausstraße – links das Ex-Casino, rechts die frühere Röchling-Bank – wird nicht für die Stadtverwaltung genutzt. Die Stadt hatte den Zwillingsbau 2016 erworben.
Der einstige Saarstahl-Komplex in der Rathausstraße – links das Ex-Casino, rechts die frühere Röchling-Bank – wird nicht für die Stadtverwaltung genutzt. Die Stadt hatte den Zwillingsbau 2016 erworben. FOTO: BeckerBredel / bub/fb
Völklingen. Die Rathausspitze, hieß es am Donnerstag im Stadtrat, habe zugesichert, sich um eine neue Nutzung für die beiden großen Leerstände in der Rathausstraße zu kümmern. Von Doris Döpke

Das einstige Saarstahl-Casino hatte die Stadt 2016 von dem Unternehmer Hartmut Ostermann erworben, die frühere Röchling-Bank von Saarstahl; insgesamt hatte sie dafür rund 400 000 Euro aufgewendet. Hat man im Rathaus schon eine Lösung für den Zwillingsbau im Blick?


Klar sei auf jeden Fall, dass man sie für die Stadtverwaltung nicht brauche und nicht nutzen werde, sagte Bürgermeister Christof Sellen (CDU) am Freitag auf SZ-Anfrage. Handfeste andere Pläne für die beiden Bauten gebe es noch nicht.

Angedacht sei – auch mit Blick darauf, dass die Firma Röther Modepark nun in der direkten Nachbarschaft rasch zu bauen beginnen will und der Standort damit in ein, zwei Jahren viel attraktiver sein werde als jetzt –, ein so genanntes Interessenbekundungsverfahren in Gang zu setzen. Dabei könnten Interessenten sich melden und eigene Vorstellungen einbringen. Ein solches Verfahren könne die Stadt ganz offen gestalten. Oder auch mit Vorgaben – sie könne etwa sagen, dass man am Ort ein Geschäftshaus haben wolle oder ein Hotel oder anderes. „Andere Städte haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagte Sellen; dabei seien manches Mal Ideen von außen ins Spiel gekommen, an die man intern gar nicht gedacht habe. Für die Stadt sei ein solches Interessenbekundungsverfahren nicht verbindlich, sie bleibe in ihren Entscheidungen frei.



Denkbar sei, sagte Sellen auf Nachfrage, dass man Interessensbekundungen für die beiden Gebäude sammele. Aber auch Varianten, bei denen Interessenten den Bestand abreißen und auf den innerstädtischen Grundstücken Neues bauen wollen, seien möglich. Parallel dazu werde man verwaltungsintern über Lösungen nachdenken.

Bürgermeister Christof Sellen
Bürgermeister Christof Sellen FOTO: BeckerBredel