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Fünf Helden des Karnevals
Völklingen kürt seine Narren des Jahres

Das sind die Völklinger Karnevalisten des Jahres zusammen mit den Vertretern der Stadt: (von links) Klaus Bremerich (KV Hoch das Bein Luisenthal), Christine Bernardi (Beele's Ludweiler), Uwe Steffen (stellvertretender Ortsvorsteher von Völklingen), Beate Breitbarth (Aktionsgemeinschaft Heidstock), Christiane Blatt (Ortsvorsteherin von Ludweiler), Caroline Mergen (Braddler Geislautern) und Michael Detambel (Kreisler Völklingen).
Das sind die Völklinger Karnevalisten des Jahres zusammen mit den Vertretern der Stadt: (von links) Klaus Bremerich (KV Hoch das Bein Luisenthal), Christine Bernardi (Beele's Ludweiler), Uwe Steffen (stellvertretender Ortsvorsteher von Völklingen), Beate Breitbarth (Aktionsgemeinschaft Heidstock), Christiane Blatt (Ortsvorsteherin von Ludweiler), Caroline Mergen (Braddler Geislautern) und Michael Detambel (Kreisler Völklingen). FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Klaus Bremerich, Christine Bernardi, Beate Breitbarth, Caroline Mergen und Michael Detambel reihen sich nun ein in die Liste der Narren des Jahres. Von Andreas Lang

Unmittelbar vor den tollen Tagen haben die Völklinger Karnevalisten im Festsaal des Alten Rathauses verdiente Schaffer aus ihren Reihen geehrt. Sie mussten bei diesem traditionellen Anlass allerdings auf die gewohnten Reimreden von Oberbürgermeister Klaus Lorig verzichten. Das Noch-Stadtoberhaupt ließ sich als  krank entschuldigen – ebenso wie Bürgermeister Wolfgang Bintz. Deshalb ehrte Christiane Blatt als künftige Verwaltungschefin und Noch-Ortsvorsteherin von Ludweiler, begleitet vom stellvertretenden Völklinger Ortsvorsteher Uwe Steffen, die Karnevalisten. „Völklingen ist für mich eine Karnevalshochburg“, bekräftigte Blatt vorab. Steffen sagte zu den Teilnehmern: „Wenn ich euch so vor mir sehe, ist mir um die Zukunft unser Faasenacht nicht bange.“



Der Luisenthaler Karnevalist Klaus Bremerich war an diesem Abend der erste, der mit Urkunde und dem Völklinger V-Pin mit dem Aufdruck „Narr des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Seit den 1990er Jahren prägt er nach Angaben seiner Vereinskollegen in der Luisenthaler Fastnacht das Geschehen in der Bütt und bei den Tänzen des Männerballetts mit. Klar, dass er 2005 mit 15 weiteren Fastnachtsfans Gründungsmitglied der Karnevalsgesellschaft „Hoch das Bein“ war. Seine Paraderolle als „Pfleger“ sei ihm auf den Leib geschneidert, beim Tanzen glänze er mit seinem „ganz eigenen Taktmuster“, was er mit dem Motto „immer quer zur Faser“ beschreibt.

Christine Bernardi haben die Beele‘s in der laufenden Session zur „Närrin des Jahres“ erkoren. Einst Gardemädchen, ist sie inzwischen die Deko-Spezialistin der Faasebooze in Lila. Während des Aufbaus zu den Beele‘s-Veranstaltungen höre man oft nur einen Namen: „Christine, wo ist denn?“, oder „Christine, wie machen wir denn“ und „Christine, hast Du noch?“ Die Motto-Ideen zu den Beele‘s-Ordensfesten schreiben die Ludweiler Karnevalisten ebenso ihrer Närrin des Jahres zu.

Beate Breitbarth seien Liebe und Leidenschaft zur Fastnacht schon  in die Wiege gelegt worden, so beschreibt die Aktionsgemeinschaft Heidstock (AGH) ihre Närrin des Jahres. „Ihren ersten Umzug erlebte sie als Matrosin mit Papa und Onkel im Auto.“ Seit  diesem Erlebnis habe sie keinen Heidstocker Umzug mehr verpasst. Als Gründungsmitglied der AGH gilt sie inzwischen als gute Seele des Vereins, die mit der gesamten Familie die AGH bei allen Veranstaltungen unterstützt.

Michael Detambel fing bei den Kreislern erst vor zehn Jahren an. Er fiel aber gleich durch kräftige Stimme (bei den „Kellerspatzen“) und Hilfsbereitschaft auf und wurde bald zum Organisationsleiter. Seine tänzerische Leidenschaft lebt er bei den „Landeiern“ aus. Er arbeitet bei  der Restaurierung des legendären Kreisler-Schiffes mit. Da er auch immer helfend zur Stelle ist, wenn es Arbeit gibt, und immer mit Rat, Tat, Kraft und Fröhlichkeit parat steht, gilt er in Kreislerkreisen als „Vereinsmensch erster Klasse“.

Caroline Mergen von den Geislauterner Braddlern komplettiert den Kreis der Narren des Jahres in Völklingen. Drei Mal elf Jahre gehört sie den Geislauterner Karnevalisten an und hat schon im Alter von drei Jahren in der Minigarde getanzt. Nachdem sie sich durch alle Altersstufen in die Prinzengarde getanzt hatte, folgte eine Babypause. Inzwischen mischt sie zur Freude des Braddler-Publikums wieder in den Schautanzgruppen mit. Und sie ist Trainerin bei der Jugendgarde.