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Völklingen erlebt FCS-Fußball-Euphorie

Blau-schwarzes Gedränge: Fußballfans feierten in Völklingen „ihren“ 1. FC Saarbrücken. Foto: Jenal
Blau-schwarzes Gedränge: Fußballfans feierten in Völklingen „ihren“ 1. FC Saarbrücken. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Völklingen. Am Samstag hat die Saison in der Fußball-Regionalliga begonnen – für den 1. FC Saarbrücken im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion. Und dort gab's an den Toren so starken Besucher-Andrang, dass das Spiel verspätet begann. Andreas Lang

Als das Regionalliga-Auftaktspiel des 1. FC Saarbrücken gegen Ulm (Endstand 1:0) am Samstag im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion beginnen soll, stehen noch zig Fußballbegeisterte vor den Stadiontoren. Der Anpfiff kommt also eine Viertelstunde später als geplant. Dann haben zwar immer noch nicht alle ihren Platz im Stadion gefunden, aber dann muss es losgehen, haben Schiedsrichter, Mannschafts- und Vereinsvertreter vereinbart. Riesiger Andrang also zum Saisonbeginn - und Völklingen erlebt so erstmals die Euphorie, die der Molschder Traditionsclub in Blau-Schwarz zu transportieren vermag.


Der Luisenthaler Heiko Schlang kennt diese Euphorie, er war auch schon im Saarbrücker Ludwigspark Stammgast. Dass der FCS seit Monaten im Köllerbachtal seine Heimspiele austrägt, kommt Schlang gelegen. Sonniges Bilderbuchwetter - das nutzt er, um im FCS-Trikot mit einer Gruppe Gleichgesinnter zu Fuß ins Stadion zu pilgern. Euphorie auch dort. Mit einem lautstarken "Saarbrücken, Saarbrücken" heißt die blau-schwarze Wand auf den Stehrängen ihr weitgehend neues Team willkommen. Das geht durch Mark und Bein, das verursacht Gänsehaut.

Für Spannung sorgt nicht nur das Spiel selbst. So steht auch die Frage im Raum, ob der Besucherrekord bei FCS-Pflichtspielen in Völklingen fällt. Der wurde am Ostersamstag mit knapp 4300 Gästen gegen Waldhof Mannheim aufgestellt. Zur Halbzeitpause wird spekuliert. "Das müssten eigentlich mehr sein", vermutet der neue Fanbeauftragte Andreas Kulz. Als Vorsitzender des SV Röchling kennt Wolfgang Brenner "sein" Stadion. "Das könnten auch mehr als 6000 sein, aber mehr als 5000 sind es sicher", legt er sich fest. Die offizielle Besucherzahl zu nennen, liegt aber beim Veranstalter selbst, und der nennt in Person des Stadionsprechers Christoph Tautz unglaubliche "3961". "Da hat er sich wohl um 1000 vertan", kommentiert der Völklinger Christian Büchner hinterher beim Freibier, das Sponsor Bitburger per Torbarometer aus der Vorsaison spendiert hatte. Spaß hatte Büchner trotzdem: "Gewonnen, tolle Stimmung, das hat Lust auf mehr gemacht."