Viele Besucher kamen zur Filmbörse nach Wehrden.

Filmbörse : Film- und Fantasyfiguren zum Leben erweckt

Verkleidungen haben sie schon immer begeistert. Und so hat Charlotte Wilegala die Welt von Film und Fantasy für sich entdeckt. Aufwendig verkleidet sie sich – mit gewundenen Hörnern auf dem Kopf, grellgrünen Kontaktlinsen in den Augen, blauer Schminke im Gesicht und dem dazu passenden selbst geschneiderten Kostüm begrüßt sie einen als Trooper Crossplay, einer Figur aus der Spielewelt von Dungeons and Dragons.

So auch vergangenen Samstag bei der Filmbörse Saar, die in der Kulturhalle Wehrden Station gemacht hat. „Seit fünf, sechs Jahren tauche ich jetzt so bei solchen Veranstaltungen auf, und das macht unwahrscheinlich Spaß“, sagt die Überherrnerin, die sogar ihre berufliche Karriere auf die Kostümleidenschaft abgestimmt hat: „Ich bin Maßschneiderin und habe meine Ausbildung beim Theater gemacht.“

Dem Mittelalter hat sich Jeff Kieffer verschrieben. Als Waffenmeister beschreibt er seine Rolle im leicht gepanzerten Kostüm mit schwerem Schwert. Als solcher zeigt er auch Grundbegriffe des Schwertkampfes. In erster Linie ist die Filmbörse Saar aber ein Handelsplatz. Silberscheiben als Datenträger für die Filme in allen Variationen werden hauptsächlich angeboten. Imperiale Fähren aus der Star-Wars Saga, dazu die handelnden Helden, Monster und Robober zum Beispiel. Chuckie die Mörderpuppe bis hin zur Lebensgröße, kleiner verschiedenste Varianten von Zombie-Babies.

Und sogar echte Filmrequisiten werden bei der Filmbörse gehandelt. Frank Engelhardt ist leidenschaftlicher Sammler von allem, was in den Filmen eingesetzt wurde. Er referiert sogar im eingerichteten Cineroom über das, was Sammler wissen müssen. Wichtig sei nicht nur, auf Echtheitszertifikate zu achten, sondern auch deren Glaubwürdigkeit sorgfältig zu recherchieren. Glücklich könne sich schätzen, wer tatsächlich Produktionsmitarbeiter kenne und von denen mit Requisiten versorgt werde. Er kennt selbstverständlich einen, der das in Übersee tut – mehrere Relikte einer Weltraum-Saga habe er so bekommen. Der Bekannte werde demnächst bei der Produktion neuer Star-Trek-Episoden helfen. Eine andere Anekdote handeln von Erlebnissen mit dem Zoll. „Dann steht man vor so einem, und erzählt ihn, dass man einen Brustpanzer für einen Schimpansen einführen möchte.“ Das entsprechende Stück hatte er auch mit nach Wehrden gebracht.

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