Verkehrs-Befragung in Geislautern

Geislautern. Gestern Morgen, Viertel nach neun. Beim Einbiegen vom Rotweg in die Ludweiler Straße bietet sich ein im ersten Moment beunruhigender Anblick: Die Polizei hat die Straße gesperrt. Doch im nächsten Moment löst sich die Beunruhigung wieder auf. Kein Unfall

Geislautern. Gestern Morgen, Viertel nach neun. Beim Einbiegen vom Rotweg in die Ludweiler Straße bietet sich ein im ersten Moment beunruhigender Anblick: Die Polizei hat die Straße gesperrt. Doch im nächsten Moment löst sich die Beunruhigung wieder auf. Kein Unfall. An der Bushaltestelle, in die die Rechtsabbieger gelenkt werden, warten vielmehr freundliche junge Leute mit Schreibblöcken, die von den Autofahrern wissen wollen, wohin sie unterwegs sind und woher sie kommen. "Danke", eine Minute später geht die Fahrt weiter. Ein Karlsruher Institut, berichtet Hans-Werner Sommer vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), hat die Befragung an der Ludweiler Straße im LfS-Auftrag durchgeführt. Das LfS wolle in Erfahrung bringen, wie es dort um das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer bestellt sei. Ziel: eine Verbesserung der Lage auf der stark verkehrsbelasteten Geislauterner Ortsdurchfahrt (siehe "Auf einen Blick") - wenn man mehr wisse über Fahrziele und Herkunft der Straßen-Nutzer, könne man eventuell nach Alternativ-Routen suchen. Nächster Schritt des LfS, sagt Sommer, werde eine Verkehrszählung sein. Ebenso unangekündigt wie die Befragung, um ein authentisches, unverfälschtes Bild der Lage zu erhalten. dd

Auf einen BlickDie Ludweiler Straße in Geislautern, eine Landesstraße, gehört auf einem 2,42 Kilometer langen Streckenabschnitt zu den am stärksten vom Verkehr - und dadurch auch vom Verkehrslärm - belasteten Straßen im Saarland. Über sechs Millionen Fahrzeuge rollen dort pro Jahr. dd