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Stillstand in der Stadt Völklingen?: Und sie bewegt sich doch

Stillstand in der Stadt Völklingen? : Und sie bewegt sich doch

Es ist ein beliebtes Thema, über Stillstand in Völklingen zu klagen. Doch die Stadt hat auch Potenzial und Anziehungskraft, wie sich jetzt gerade wieder beim Autokino zeigt. Die Open-Air-Konzerte des Sommers bringen fröhliche Menschen zusammen. Das Schauspiel der Abrisse in der Ruinenlandschaft rund um den Ex-Kaufhof klingt langsam aus, und Luft für eine große Neuansiedlung ist geschaffen an einer Stelle, an der einst Luftikusse das Blaue vom Himmel versprachen.

Wenn die Modepark Röther GmbH, ein familiengeführtes Unternehmen, das Gelände kauft, steht dahinter die Erfahrung von rund 40 Filialen im gesamten Bundesgebiet. Da geht es anders zu als bei Spekulanten, die sich bei Versteigerungen im Raum Völklingen unliebsam bemerkbar machen. Röther sammelt keine Grundstücke auf Vorrat, sondern will Markenkleidung verkaufen. Von daher wirkt die Hoffnung von Klaus Lorig (CDU), noch als Oberbürgermeister den ersten Spatenstich zu erleben, durchaus begründet.

Lorig, noch bis 31. Mai 2018 im Amt, hält sich bereits merklich in der Öffentlichkeit zurück – wohl auch, um seinem erhofften CDU-Nachfolger Kevin Frank keinen Stein in den Weg zu legen. Wunderdinge werden auch Christiane Blatt (SPD), Stephan Tautz (parteilos) oder Otfried Best (NPD) nicht vollbringen können. Doch die Wähler haben bereits erste Eindrücke gewonnen, wer von ihnen sich seriös den Problemen stellt.