| 20:22 Uhr

TTC siegt in Freiburg mit 9:4
Und plötzlich ist Wehrden Spitzenreiter

 Wehrdens Jan-Philip Becker verlor in der Partie im Breisgau das erste Einzel auf Seiten des TTC. Er unterlag Freiburgs Simon Goetschi in drei Sätzen.
Wehrdens Jan-Philip Becker verlor in der Partie im Breisgau das erste Einzel auf Seiten des TTC. Er unterlag Freiburgs Simon Goetschi in drei Sätzen. FOTO: rup
Wehrden. Der TTC Wehrden ist nach dem 9:4-Sieg bei FT Freiburg Regionalliga-Tabellenführer. Das Saisonziel bleibt aber der Klassenverbleib.

Die aktuelle Tabelle der Tischtennis-Regionalliga Südwest werden sich die Spieler vom TTC Wehrden womöglich einrahmen lassen. Der TTC war mit dem Ziel Klassenverbleib in die Saison gestartet. Seit dem 9:4-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag beim FT Freiburg grüßt Wehrden überraschend von Platz eins. „Wir haben die Tabelle abfotografiert und ein paar Witze gemacht. Aber wir werden am Saisonende sicher nicht ganz oben stehen. Die großen Favoriten haben ja zwei Spiele weniger absolviert als wir“, sagt TTC-Vorstand Karlheinz Becker. Er ergänzt: „Unser Saisonauftakt ist geglückt. Wir wollten in der Vorrunde sieben Punkte holen. Die haben wir jetzt schon. Und es kommen bis zum Winter noch drei Partien, in denen wir nicht chancenlos sind.“


Im Spiel in Freiburg war das mittlere Paarkreuz der Wehrdener der Schlüssel zum Erfolg. Oliver Keiling und Christopher Simonis gewannen ihre beiden Einzel und holten zusammen vier Punkte für den TTC. Dabei hatte es zu Beginn gar nicht so gut für Wehrden ausgesehen. Nur die TTC-Spieler Keiling und Arnoldas Domeika gewannen eines der drei Auftakt-Doppel. Sie besiegten die Freiburger Simon Goetschi und Lasse Barth in vier Sätzen. Die anderen beiden Doppel gingen verloren.

Nach den Einzeln im vorderen Paarkreuz übernahm der TTC Wehrden die Führung. Der Engländer Luke Savill gewann gegen den deutschen Jugendnationalspieler Sven Henning in drei Sätzen. Ebenso deutlich besiegte der Ecuadorianer Ivan Proano Freiburgs Lukas Luchner. Auch das mittlere Paarkreuz der  Wehrdener gab sich keine Blöße. Keiling bezwang Konstantin Chepkasov in vier Sätzen. Enger verlief die Partie von Simonis. Er gewann gegen Ivan Slavic in fünf Sätzen. Jan-Philip Becker verlor das erste Einzel auf Seiten des TTC. Er unterlag Goetschi in drei Sätzen. Im Anschluss konnte Domeika durch einen Fünf-Satz-Sieg gegen Barth wieder punkten. Weil Savill sich dann aber Freiburgs Luchner geschlagen geben musste (2:3), war die Partie beim Stand von 6:4 noch lange nicht entschieden.



Auf das mittlere Paarkreuz des TTC Wehrden war dann Verlass. Simonis setzte sich gegen Chepkasov durch (3:2). Und Keiling besiegte  Slavic im Anschluss in drei Sätzen. Der 41-Jährige feierte seinen siebten Einzel-Erfolg im neunten Saisonspiel. „Ich hatte vorher schon mit Oliver geflachst, dass er mal ein Spiel verlieren muss. Sonst stecken wir ihn noch ins vordere Paarkreuz“, sagt Becker. Er ergänzt: „Oliver hat wieder einmal überzeugt. Er war vom ersten bis zum letzten Ball total fokussiert.“ Der TTC-Vorstand verteilt auch ein Sonderlob an Ivan Proana, der im letzten Einzel mit einem 3:0-Sieg gegen Sven Henning den entscheidenden neunten Punkt für Wehrden holte. „Henning ist einer der fünf besten Junioren in Deutschland. Aber er hatte keine Chance gegen Ivan. Der hatte einen richtigen Sahnetag erwischt“, erklärt Becker.

Am kommenden Samstag ist  Wehrden erneut auswärts gefordert. Um 17.30 Uhr spielt der TTC beim Tabellenvierten DJK Sportbund Stuttgart, der zwei Spiele und zwei Punkte weniger als die Saarländer hat.