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Trotz Corona-Fall geht an Völklinger Gymnasium niemand in Quarantäne

Albert-Einstein-Gymnasium : Corona-Fall in Völklingen: kein Mitschüler in Quarantäne

Der Regionalverband sagt, der oder die Infizierte habe seit Freitag keinen Kontakt mit Mitschülern gehabt. Deshalb könnten sie weiter gemeinsam unterrichtet werden.

Der Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Schülers oder einer Schülerin hat für Aufregung am Albert-Einstein-Gymnasium in Völklingen gesorgt. Denn das Gesundheitsamt des Regionalverbandes hat keinen einzigen Mitschüler in die Quarantäne geschickt.

Lars Weber, Pressesprecher des Regionalverbandes, erklärt das am Mittwoch so:  Der Corona-Test am Dienstag sei zwar positiv, aber der letzte Kontakt mit den Schülern am Freitag gewesen. In Quarantäne würden aber nur Personen geschickt, die bis zwei Tage vor dem Auftreten von Symptomen oder dem positiven Test in Kontakt mit dem Schüler oder der Schülerin waren. „Nur dann gilt eine Kontaktperson als ansteckungsfähig“, erklärt Pressesprecher Weber.

Somit könne in diesem Fall ausgeschlossen werden, dass die Infektion im Völklinger Einstein-Gymnasium passierte und andere Schüler in dieser Phase mit der oder dem Infizierten in Kontakt waren. Die Zwei-Tage-Frist beruhe auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und sei eine Vorschrift des Robert-Koch-Instituts. Symptome habe der oder die Betroffene nicht gehabt, sagt Lars Weber. 

Trotzdem sorgt der Fall für Unruhe. Eine Schülerin, die nach eigenen Angaben im Namen der Oberstufe des Einstein-Gymnasiums am Mittwoch an die SZ geschrieben hat, erklärte, die Mitschüler seien besorgt und schockiert, dass noch nicht einmal die Banknachbarn in die Quarantäne geschickt wurden. Somit seien alle Mitschüler angehalten, weiterhin in die Völklinger Schule zu kommen.