Transfergesellschaft beunruhigt die Gemüter

Transfergesellschaft beunruhigt die Gemüter

Die Saar-LB hat den Völklinger Stadtwerken für die Gewährung weiterer Millionen-Kredite strikte Sparvorgaben gemacht. Die Geschäftsführung lotet nun aus, ob Mitarbeiter freiwillig in eine Transfergesellschaft eintreten.

Bei den Busfahrern im Dienst der Völklinger Stadtwerke wird bereits die Personaldecke knapp. Doch speziell bei der Dachgesellschaft, der Stadtwerke Holding, soll laut Sanierungsgutachten noch Luft drin sein. Von einem Abbau von rund 30 Stellen (von zuletzt noch 240) beim Stadtwerke-Konzern war die Rede, und in den letzten Tagen wurden Mitarbeiter konkret auf den Wechsel in eine Transfergesellschaft (siehe "Stichwort") hin angesprochen.

Michael Böddeker, seit 1. Oktober als Geschäftsführer der Stadtwerke im Amt, bestätigte gestern auf SZ-Anfrage, es sei zutreffend, dass Mitarbeiter der Stadtwerke Holding GmbH aktuell auf einen möglichen Wechsel in eine Transfergesellschaft angesprochen würden. Böddeker bat ansonsten um Verständnis dafür, dass er "erst nach Abschluss dieses laufenden Prozesses" weitere Fragen der SZ zu diesem Thema beantworten könne.

Für Maßnahmen zum Personalabbau bräuchte die Geschäftsführung auf jeden Fall die Zustimmung des von der Politik dominierten Aufsichtsrates. In ersten Stellungnahmen betonten gestern die Fraktionschefs von SPD und CDU sowie Linken-Vertreter Paul Ganster, sie schlössen betriebsbedingte Kündigungen aus. < Weiterer Bericht folgt

Zum Thema:

StichwortTransfergesellschaften gelten als eine Alternative zu Kündigungen. Mitarbeiter, die per Aufhebungsvertrag aus ihren Unternehmen ausscheiden,werden dort ein Jahr lang angestellt mit dem Ziel, sie in dieser Zeit anderweitig zu vermitteln. Sie können während dieser Frist weiterhin mit rund 80 Prozent ihres bisherigen Nettolohnes rechnen. er

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