Tim Schwartz vor dem Absprung

Karlsbrunn. Die Gerüchte, der kurzfristig verpflichtete Ex-Profi Tim Schwartz (Foto: Schlichter) verlasse den Fußball-Landesligisten SV Karlsbrunn und schließe sich dem Bezirksligisten SV Geislautern an, kursieren schon länger. Doch perfekt, wie etwa der "saar.amateur" am Dienstag vermeldet hat, ist der Wechsel nicht

Karlsbrunn. Die Gerüchte, der kurzfristig verpflichtete Ex-Profi Tim Schwartz (Foto: Schlichter) verlasse den Fußball-Landesligisten SV Karlsbrunn und schließe sich dem Bezirksligisten SV Geislautern an, kursieren schon länger. Doch perfekt, wie etwa der "saar.amateur" am Dienstag vermeldet hat, ist der Wechsel nicht. Tim Schwartz sagt auf Anfrage der SZ: "Das überrascht mich, davon zu hören. Da steht gar nichts fest. Es stimmt, dass ich im Moment mehrere Optionen prüfe, aber ich habe definitiv noch nicht in Geislautern unterschrieben."Das bestätigt auch Wolfgang Pratt, der Spielausschussvorsitzende des SV Geislautern. Er betont aber gleichzeitig, dass "Tim Schwartz, sollte er auf diesem Niveau wechseln, bei uns zugesagt hat". Die Gründe für Schwartz' Unentschlossenheit vermutet Wolfgang Pratt in "Überlegungen, dass es Tim vielleicht doch noch einmal als Profi versucht". Zur Erinnerung: Vor seinem Wechsel nach Karlsbrunn stand Schwartz beim 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg unter Vertrag. Wie weit fortgeschritten seine Überlegungen hinsichtlich der Rückkehr ins Profigeschäft sind, war von keiner Seite zu erfahren. Pratt zeigt zumindest Verständnis: "Tim ist 21 Jahre alt. Natürlich ist es für ihn attraktiv, mit Fußball noch ein wenig Geld zu verdienen. Dass er die Fähigkeiten dazu hat, das hat er ja schon bewiesen." So scheint Schwartz, wie schon in der Sommerpause, als er sich für den SV Karlsbrunn und die Landesliga entschieden hatte, tatsächlich vor der Entscheidung zwischen Profi und Amateur zu stehen. Damals wollte er sich auf seine berufliche Karriere als Versicherungskaufmann konzentrieren. Schwartz selbst äußert sich dazu nicht, erwähnt aber "die große Rolle, die die Entscheidung für meine berufliche Entwicklung spielt".Das Tuch zwischen dem SV Karlsbrunn und Tim Schwartz ist dagegen offensichtlich zerschnitten. So war Trainer Markus Müller "enttäuscht, es über die Medien erfahren zu müssen". Der Verein habe schon seit längerem das Gespräch mit Schwartz gesucht - bisher jedoch ohne Erfolg. Dabei sieht Markus Müller die Frage, ob Schwartz vor der Winterpause überhaupt noch einmal für Karlsbrunn auflaufe, eher pragmatisch: "Wer nicht trainiert, spielt auch nicht. So einfach ist das." Und dass die Mannschaft auch ohne Schwartz Erfolg hat, bewies sie zuletzt eindrucksvoll mit dem Sprung auf Platz vier - und will dies auch am Samstag (15 Uhr) im Warndtderby gegen den Tabellenfünften SSV Überherrn fortsetzen. jbö