1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Völklingen

Teams sollen zukünftig Gemeindearbeit übernehmen

Teams sollen zukünftig Gemeindearbeit übernehmen

Der Zuschnitt der Kirchengemeinde Heilig Kreuz hat sich geändert, jetzt werden die Zuständigkeiten angepasst. Neu sind dabei die Gemeinde-Teams, die jetzt aufgestellt werden. Ein Treffen der Kandidaten fand im Pfarrhaus statt.

Nachdem sich die Kirchengemeinde Heilig Kreuz im Warndt aus acht Gemeindebezirken Großrosseln und einigen Völklinger Stadtteilen gebildet hat , gilt es derzeit, die Gemeindearbeit in den acht Gemeindebezirken neu aufzustellen. Deshalb sind Pfarrer Patrik Altmeyer und Gemeindereferentin Martina Scholer derzeit unterwegs, um so genannte Gemeinde-Teams aufzustellen, deren Mitglieder der Pfarrgemeinderat später bestätigt. Gemäß Leitfaden steht die Grundstruktur der neuen großen Pfarrei auf vier Säulen: Dem Pfarrgemeinderat, dem Verwaltungsrat, Sachausschüssen auf Ebene der Pfarrei und den jetzt zu bildenden Gemeinde-Teams. "Jede dieser Säulen ist tragend", betonte Scholer bei der Versammlung der Kandidaten aus Ludweiler im Pfarrhaus an der Spessartstraße. Ein Gemeindeteam sei kein Ersatz für den bisherigen Pfarrgemeinderat, den es vor dem Zusammenschluss zur Großgemeinde gegeben hat - das zeige sich auch darin, dass das Team nicht gewählt wird. Aber, so Scholer: "Es besteht die Möglichkeit, dass ein Gemeinde-Team viele Aufgaben übernimmt, die bisher von einem Pfarrgemeinderat getragen worden sind." Das Team sei ein Koordinationsgremium, das pastorale Angebote und notwendige Aufgaben besprechen und in die Wege leiten soll. Die Gemeindeteams sollen auch Zugriff auf einen Verfügungsbetrag erhalten, mit dem sir notwendige Aufgaben finanzieren können, ohne in jedem Einzelfall Rücksprache mit dem Verwaltungsrat halten zu müssen.

Beim Termin in Ludweiler zeigte sich, dass es sich um den alten Kreis derer handelt, die sich schon vorher engagierten und jetzt im Team mitwirken wollen. Nur Schulleiterin Rita Müller war neu, konnte aber gleich wichtiges zur geplanten Einbindung junger Leute beitragen: "Sie wollen nicht nur irgendwo mitmachen, sie wollen selbst gestalten - das ist der Knackpunkt." Ist wohl machbar, wie aus der Versammlung zu hören war.

Weiter kristallisierte sich heraus, dass einige Mitglieder nicht bei allen Themen mitmachen wollen. Wer sich etwa vorher ums Kleppern und die Sternsinger-Aktion gekümmert hat, will das auch weiter tun. Ebenso bei den anderen vielfältigen Aufgaben, die das Gemeindeleben im Jahreslauf mit sich bringt. Der Kompromiss sieht so aus, wie Scholer zusammenfasste: "Der Kreis von Dienstagabend wird sich als Koordinationsteam drei, vier Mal im Jahr treffen." Sie selbst sei wie die Ludweiler Pfarrgemeinderatsmitglieder Brigitte Barthel und Martin Probst das Terzett, das als Ansprechpartner und Steuerer agiert.