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Debatte über Heimatkundler-Nöte
Heimatkundler diskutieren über ihre Zukunft

Karl Werner 
Desgranges
Karl Werner Desgranges FOTO: BeckerBredel
Ludweiler. Wie kann man  Museen und Vereine, die sich mit Heimatgeschichte befassen, in die Zukunft führen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Tagung, zu der der Heimatkundliche Verein Warndt (HVW) für den heutigen Donnerstag, 23. August, ab 10 Uhr eingeladen hat ins Glas- und Heimatmuseum Warndt (Am Bürgermeisteramt 5, Ludweiler). Von Doris Döpke

In seiner Einladung schrieb Karl Werner Desgranges, der HVW-Vorsitzende, sein Verein als rein ehrenamtliche Initiative  schaffe es angesichts starker gesellschaftlicher Veränderungen nicht mehr, auf Dauer seine „basiskulturellen“ Aktivitäten fortzusetzen. Doch das von zwei Ehrenamtler-Generationen geschaffene Erbe müsse weitergegeben werden – nur: Wie?


Desgranges hat nun Initiativen aus der Region zum Gedankenaustausch eingeladen. Zugesagt hätten Vertreter des Saarländischen Museumsverbandes, des Vereins für Landeskunde, des Erlebnisbergwerks Velsen, der Berg- und Hüttenleute Dorf im Warndt, des Heimatkundlichen Vereins Köllertal und auch des Regionalverbandes, sagte er am Mittwoch auf SZ-Nachfrage. Vormittags sollen die einzelnen Initiativen berichten: Wie ist ihre Lage, wie stehen sie da, ist ihre Zukunft gesichert oder nicht? Ab etwa 13 Uhr soll es dann um Lösungen gehen.

Desgranges hat dazu einen Vorschlag ins Spiel gebracht: Eine Art Vernetzungsstelle könne für mehrere Vereine tätig sein, helfend und steuernd. Und ein zentrales Depot könne mehrerlei Sammlungen verwahren. Beide sähe er gern in der alten Grube Velsen untergebracht – aber bislang, fügt er hinzu, sei das ausschließlich seine Idee, noch nicht mit Partnern abgestimmt.