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SZ-Mitarbeiter Thomas Annen fängt Spinnen

Es soll ja human zugehen : Nervenkitzel bei der Spinnen-Jagd

Ich mag keine Spinnen in der Wohnung. Vor allem nicht im Schlafzimmer. Aber ich habe Respekt vor den Tierchen. Deshalb setze ich sie lebendig vor die Tür. Ein Becher und ein dünnes Stück Pappe sind stets griffbereit.

Entdecke ich eine Spinne, stülpe ich den Becher über sie. Dann nur noch vorsichtig die Pappe drunter schieben, und ab geht‘s an die frische Luft. Manchmal unterschätze ich, wie flink die ungebetenen Gäste sind. Schnappt die Falle im falschen Moment zu, ist die Spinne Matsch. Und ich bin traurig.

Kürzlich kreuzten sich wieder unsere Wege. Ich bin in der Diele am Saugen, als sich mir plötzlich eine Spinne in den Weg stellt. Ich habe es eilig. Bis ich den Fang-Becher geholt habe, ist das Tier sicher schon wieder auf Tour. Auf ein munteres Nachlaufspiel habe ich aber weder Zeit noch Lust. Nein, diesmal muss eine andere Lösung her. Ich bemerke, wie sich die Distanz zwischen Staubsaugerrohr und Eindringling langsam verringert. Vielleicht, denke ich, würde die Spinne eine kleine Saugattacke unbeschadet überstehen. Der Staubbehälter wird ja gleich in den Mülleimer entleert. Die Essenreste dort wären für den Krabbler sicher ein Festmahl. Mittlerweile ist das Tierchen nur noch wenige Zentimeter vom Saugrüssel entfernt.

In letzter Sekunde findet sich doch noch ein Ausweg. Inzwischen sauge ich nämlich direkt vorm Heizungsraum. Ich öffne die Tür. Die Spinne verabschiedet sich grußlos in den dunklen Keller. Tür zu! Problem gelöst!