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SV Geislautern sieht seine Lage relativ gelassen

SV Geislautern sieht seine Lage relativ gelassen

Geislautern. Zehn Punkte aus 13 Spielen, 38 Gegentore bei nur 25 geschossenen Toren. Andernorts würde man angesichts dieser Zahlen und dem vorletzten Platz in der Fußball-Bezirksliga Süd in Panik ausbrechen. Doch nicht so beim SV Geislautern. Der Spielausschussvorsitzende Wolfgang Pratt sieht die Situation "sehr entspannt": "Es kommt ja für uns nicht überraschend

Geislautern. Zehn Punkte aus 13 Spielen, 38 Gegentore bei nur 25 geschossenen Toren. Andernorts würde man angesichts dieser Zahlen und dem vorletzten Platz in der Fußball-Bezirksliga Süd in Panik ausbrechen. Doch nicht so beim SV Geislautern. Der Spielausschussvorsitzende Wolfgang Pratt sieht die Situation "sehr entspannt": "Es kommt ja für uns nicht überraschend."Da laut Trainer Norbert Pausch (Foto: Wieck) "in der vergangenen Saison zwar gute Einzelspieler, aber keine richtige Mannschaft auf dem Platz stand", haben sich die Verantwortlichen um Pausch "ganz bewusst dafür entschieden, einen Schnitt zu machen. Nachdem viele Leistungsträger (wie Markus Kureck und Yves Weller, Anm. der Red.) den Verein verlassen hatten, haben wir uns zusammengesetzt und uns gefragt, ob wir, wie viele andere, viel Geld in die Hand nehmen oder es auf einem anderen Weg versuchen." Am Ende dieser Überlegungen stand die Entscheidung, auf junge Spieler zu setzen - und diesen Zeit zum Entwickeln zu geben. So muss Pausch als Trainer zwar "auch mal in den sauren Apfel beißen, da wir im Moment zwei oder drei Spieler haben, die ganz klar überfordert sind. Aber da müssen sie durch." Denn in zwei Jahren will Wolfgang Pratt "auf den jetzt wachsenden Kern der Mannschaft" aufbauen können, dann "vielleicht auch mit größerem finanziellen Aufwand." Natürlich ist man aber auch in Geislautern ob der sportlichen Talfahrt nicht rundum zufrieden. Die "klar erkennbare Entwicklung der Mannschaft" tröstet Norbert Pausch nicht darüber hinweg, "dass es mit dem Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, schwer wird." Dennoch schätzt er einzig den Spitzenreiter SC Großrosseln als deutlich stärker ein: "Mit den anderen sind wir auf Augenhöhe." Wäre da nur nicht die angespannte Personalsituation, die Wolfgang Pratt für die sportliche Misere verantwortlich macht: "Wir haben in der ersten Mannschaft einen Kader von 13 Spielern. Da fällt es natürlich schwer, Ausfälle zu kompensieren. So musste am vergangenen Wochenende gegen Ludweiler (2:4, Anm. der Red.) Thomas Kurz aushelfen, der mit seinen 44 Jahren eigentlich nur AH spielt." Dass gerade in dieser Situation die Gerüchte um einen Wechsel des Ex-Profis Tim Schwartz (SV Karlsbrunn) nach Geislautern hochkochen, ist verständlich. Und Wolfgang Pratt bestätigt weit fortgeschrittene Verhandlungen: "Es ist so gut wie sicher, dass er in der Winterpause kommt." Aber auch für einen Tim Schwartz wird der Verein keine zusätzlichen finanziellen Mittel aufwenden. Viel mehr erhofft sich Pratt von Schwartz' Verpflichtung Synergie-Effekte für die Zukunft: "Ich denke, dass es mit einem Tim Schwartz als Zugpferd auch einfacher wird, andere Spieler von einem Wechsel zum SV Geislautern zu überzeugen." "Mit dem Ziel, einen ein-stelligen Tabellenplatz zu erreichen, wird es schwer."Norbert Pausch,Trainer des SV Geislautern