Verein feiert 100-jähriges Bestehen : SV Fürstenhausen feiert großes Jubiläum

Vor hundert Jahren gründeten fünf Fußballfreunde den Verein. Noch bis Sonntag wird gefeiert.

Die Zeiten, in denen der heimische Fußballplatz so schlecht war, dass er sogar als „schlechtester Platz Völklingens“ in der Vereinschronik verewigt wurde, gehören der Vergangenheit an. Der Rasenplatz ist fast so neu wie das Vereinsheim des SV Fürstenhausen. Beides wurde in den zurückliegenden Jahren gemeinsam mit dem benachbarten Dorfplatz neu gebaut, und so feiert der Sportverein seit Mittwoch und bis über das Wochenende in schmuckem Ambiente sein 100-jähriges Bestehen.

Am Mittwochabend galt es zunächst, den Verein hochleben zu lassen und die Mitglieder zu ehren, die den Verein über Jahrzehnte geprägt haben.

Die fünf Fürstenhausener Freunde namens Johann Eberhard, Paul Eberhard, Josef Warmesser, Adolf Berberich und Otto Heinrich hegten vor gut 100 Jahren einen gemeinsamen Traum – den Traum eines eigenen Fußballvereins, den sie sich alsbald mit Gleichgesinnten erfüllten. Über die ersten Jahrzehnte teilte der junge Verein das Schicksal mit vielen anderen: Die Weltkriege machten es zeitweise unmöglich, den Spielbetrieb fortzuführen, dazwischen und danach schränkten erst die Nationalsozialisten, später die französische Verwaltung die Vereinstätigkeiten ein, erlaubten lediglich „Omni-Sportvereine“ (Vereine, die mehrere Sportarten anboten). Erst Anfang der 1950er Jahre kehrte die Normalität in das Vereinswesen zurück.

Ein erster Turniersieg aus der Zeit danach ist in der Chronik des SVF festgehalten: „Unter der Regie von Ernst Köhl dauerte es bis zum Spieljahr 1952, bis sich ein größerer sportlicher Erfolg mit dem Gewinn des Saarufer-Pokals im Püttlinger Jungenwald einstellte.“ Gegner im Endspiel war der SV Ritterstraße. Der Aufstieg in die höhere Spielklasse ließ aber noch vier Jahre auf sich warten. Den Aufstieg brachte dann ein durch Neueinteilung der Klassen notwendig gewordenes Entscheidungsspiel in Geislautern: Fürstenhausen siegte mit 7:0 gegen Lauterbach.

Am Donnerstag gab’s zum 100. Geburtstag zunächst einen Umzug durch den Ort, später spielten die Barmherzigen Plateausohlen ihre Schlager-Parodien. Am Freitag flogen dann beim Boxen die Fäuste – der verstärkte Boxclub 82 Völklingen trat gegen eine Rheinland-Auswahl an

Am Samstagabend geht es musikalisch weiter mit der Band California. Der Sonntag ist dann als Familientag ausgelegt, unter anderem unterhalten die Theatergruppe „Schmerzhafte Mütter“ und die Tanzmäuse der evangelischen Kita. Und fleißig gekickt wird auch übers Wochenende. Höhepunkt ist dabei das Heimspiel der ersten Mannschaft am Sonntag um 15 Uhr.

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