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Open-Air-Rock im Pfarrgarten: Sünder mit sommerlich leichten Klängen

Open-Air-Rock im Pfarrgarten : Sünder mit sommerlich leichten Klängen

Trotz tropischer Hitze brachte die Stefan-Sünder-Band das Publikum beim City-Open-Air im Völklinger Pfarrgarten zum Tanzen.

Sommerlich leichte Musik hat die Stefan-Sünder-Band mit in den Pfarrgarten gebracht. Leicht anzuhören, der Takt zunächst noch nicht so beschwingt, dass er Tanzlustigen gleich den Schweiß auf die Stirn treibt. „I love your Smile“, singt Wally Lehmann zum Auftakt,  und neben dem zuckersüßen Refrain fällt der Titel durch eine Passage auf, die sich ganz einfach mitsummen lässt. „Dedepdepdede – Dede“, so hat es dann auch Alice Kessel sogleich auf den Lippen. „Ach Gott, das habe ich ja ewig nicht mehr gehört“, schwelgt sie in Erinnerungen. Shanice hat es Mitte der 1990er zuerst gesungen, mehrfach neu aufgelegt war der Titel später doch eher selten zu hören.

Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigt sich, dass der Pfarrgarten sich nicht so recht füllen will. Gnadenlose Hitze den ganzen Tag über – da wagten sich viele nicht vor die Tür. Aber Mario Klein bereut sein Kommen nicht: „Die Musik ist prima, und der Pfarrgarten liegt jetzt am Abend voll im Schatten, ein leichter Luftzug macht es hier fast schon angenehm.“ Noch ein frisches Kaltgetränk dazu – herrlich erfrischend.

Die Musiker dagegen haben im bunten Scheinwerferlicht einen heißen Job zu erledigen. Einen Micheal-Jackson-Titel haben sie im Programm, und dabei zeigt sich, dass neben dem aus Wally Lehmann und Chris Stockert bestehenden Sängerdoppel auch die Instrumentalisten gerne singend das Mikrofon benutzen. Namensgeber Stefan Sünder steigt als Drummer ebenso beherzt, ton- und textsicher in das Singen ein wie Bassist Horst Friedrich. Sänger Chris unternimmt Ausflüge ins Publikum. So auch, als die Band, kaum dass die Sonne untergegangen ist, in Sachen Tempo Fahrt aufnimmt.

„Long Train Running“, auch so ein älterer Titel, aber längst nicht so in Vergessenheit geraten wie der Eröffnungssong. Und als Chris da anheizend im Publikum steht, kreuzt er noch einen anderen Hit ein. Aus anderer Zeit, aus anderem Genre. „I like to move it move it“, singt er auf einmal. Die übrige Sünderband hat es sofort bemerkt und steigt auf Stockerts Handzeichen um. Einige Takte geht das so weiter, bis der Sänger, seinen Blick auf die Band gerichtet, ein weiteres Zeichen gibt. Luftgitarre deutet er jetzt an – und die Band spielt wieder den Ausgangstitel.

 Sänger Chris unternahm Ausflüge ins Publikum.
Sänger Chris unternahm Ausflüge ins Publikum. Foto: BeckerBredel

Dann ist es Zeit, im Takt zu klatschen. Schließlich ist es inzwischen nicht mehr ganz so heiß. Aber nicht einfach nur einen einfachen Takt. Nein. „Klapp-Pause-Klapp-Pause-Klapp-da-dapp-dapp-dapp“, so geben es Sünder und Co vor. Das erfahrene City-Open-Air-Publikum hat das bald drauf. Und schon schnell zeigt sich, dass das genau zum Titel „Carwash“ passt. Anschließend müssen die Instrumentalisten flinke Finger beweisen. „Easy Lover“ von Phil Collins, bei dem sich Gitarrist Marc Sauer in den Vordergrund spielen kann. „I‘m so excited“ mit dem längeren Pianosolo – gerade recht für Tastenmann Achim Schneider. Und dann noch „Superstitious“ mit dem prägenden Basslauf, Marc Sauer liefert ihn routiniert. So wird es auch dieses Mal eine schwungvolle Party mit ausgelassen Tanzenden vor der Bühne.