Streit um Luftgifte im Warndt

Die Bürgerinitiative "Saubere Luft für die Warndtgemeinden" hat gestern mitgeteilt, dass ein anerkanntes Umweltlabor jetzt auch in den Dörfern Emmersweiler, Karlsbrunn und Dorf im Warndt in Bodenproben krebserregende Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) festgestellt habe.

Diese stammten mutmaßlich aus der Total-Petrochemie-Anlage in Carling/Lothringen, hieß es. BI-Chef Adriano Pitillo forderte vom Umweltministerium Boden- und Luftuntersuchungen auf alle PAK während unterschiedlicher Jahreszeiten über den Warndt verteilt. Sabine Schorr, Sprecherin von Umweltminister Reinhold Jost (SPD ), sagte der SZ, dass die Konzentration des Leit-PAK Benzoapyren an Feinstaubmessstationen in Lauterbach und Dorf im Warndt bestimmt werde. Zudem sagte Schorr, dass zusätzlich zur kontinuierlichen Messung der Schadstoffe SO2, Benzol, Toluol und Xylol in Lauterbach Passivmessungen durchgeführt würden. So würden die Luftschadstoffe NO2, Styrol, Benzol, Toluol, o-Xylol, p-Xylol und 34 weitere flüchtige organische Kohlenwasserstoffe in drei Orten des Warndt passiv gemessen. Die Grenzwerte wurden "deutlich unterschritten", so Schorr.