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Steiler Weg am Hirzeckberg bringt leicht ins Straucheln

Steiler Weg am Hirzeckberg bringt leicht ins Straucheln

Die Stadt hat ihr Neubaugebiet am Hirzeckberg in Geislautern mit einem neuen Fußweg hinauf zum Ehrenmal abgerundet. Statt Dankbarkeit erntete sie aber Kritik. Leser teilten der SZ-Redaktion in Völklingen mit, der Weg sei kaum benutzbar, weil er viel zu steil sei.

Wir haben nachgesehen. Steigungen sind am Hirzeckberg, der höchste Punkt liegt über 250 Meter, naturgemäß nicht zu vermeiden. Doch auf den letzten 30 Metern legt der neue Weg rasant zu.

Eine Winkelmesser-App aus dem Internet bestätigt den persönlichen Eindruck: Hier erklimmt man eine Steigung von 15 bis 16 Prozent. Bergauf ist das für fitte Leute noch zu schaffen, doch bergab wird's geradezu gefährlich: Die Verbundsteine sind nämlich mit Sand verfugt, der offenbar vom Regen ausgespült wurde. Der rutschige Untergrund erlaubt deshalb nur äußerst vorsichtige Schritte.

Wenn man der Ansicht war, dass man diesen Weg braucht, hätte es augenscheinlich schon, wenn auch noch kostspieligere, Alternativen zum finalen Steilanstieg gegeben. So hätte man oben die Kuppe etwas abflachen könne, von der es dann doch nur wieder herunter auf einen bereits längst vorhandenen Wanderweg geht. Dieser führt seit Menschengedenken von der Straße Am Dietrichsberg beziehungsweise vom Eberbachtal aus zum Aussichtspunkt am Ehrenmal.

Bleibt ein Trost: Im Winter verspricht der neue Weg, eine rasante Schlittenbahn zu werden.