Startklar zum Oktoberfest

Am Freitagabend startet das Ludweiler Oktoberfest, mit das größte in der Region. Auf die Besucher wartet ein dreitägiges buntes Programm. Doch davor stand ein schweißtreibender Aufbau des Zeltes auf dem Friedrich-Ebert-Platz.

Die Glocke der Hugenottenkirche schlägt Mittag, als für 23 Männer der Brassband Ludweiler und die einzige Frau im Team, Jessica Eichten, die kurze Pause beim Aufbau des Zeltes für das Oktoberfest auf dem Friedrich-Ebert Platz zu Ende geht. Dirigent Eric Eichten ist es, der kurz nach Zwölf zum Weitermachen drängt und die Brotzeit beendet: "Es ist noch allerhand zu tun." Die Brotzeit ist gleichzeitig eine Art Richtfest für das 20 mal 45 Meter große Festzelt. Säulen, Sparren und Pfetten stehen bereits und bilden das Skelett des Zeltes.

Die weiß-blauen Schabracken, wichtige Elemente der Dekoration, hängen bereits an den Alu-Sparren. "Die haben wir dieses Mal schon befestigt, als die Elemente noch auf dem Boden lagen", erklärt der Vorsitzende der Brassband, Eric Gaastra. So spart es sich das Team, diese später hoch unter dem Zeltdach aufzuhängen. Und noch etwas machen die Zelt aufbauenden Musiker dieses Mal anders: Dirigent Eichten steuert den Gabelstapler, der die schweren Alu-Segmente anhebt. Die Helfer müssen nur noch die Sicherheitsleinen halten, damit das Element nicht über den Kipp-Punkt kommt und fällt. Und die Pfetten einsetzen, welche die Segmente zusammenhalten. Ein kompletter Sattelschlepper war notwendig, um das zirka zehn Tonnen schwere Zelt anzutransportieren.

Autos hatten den Aufbau zunächst behindert. Sie standen am Mittwochmorgen trotz Halteverbot im Weg. "Wir mussten die Polizei rufen", so Gaastra. Die hat alle Halter ermittelt und angehalten, ihre Autos wegzufahren. Abgeschlepptwurde keiner.

Die Kirchturmglocke schlägt noch, als sich mehrere Teams bilden. Während sich die Gruppe um den zweiten Vorsitzenden Michael Heintz der Zeltbeleuchtung widmet, zieht Gaastra mit seiner Gruppe das Dach hoch. Neun Bahnen sind es. Jede hat am Rand eine Verstärkung, die genau in die Nut am Dachträger passt. So schließt jede Bahn wasserdicht ab. Wieder ist Muskelkraft gefragt und Koordination, denn die Gruppen an beiden Rändern müssen gleichmäßig ziehen. Wieder kommandiert Gaastra: "Und hopp, und hopp." Jeweils auf jedes Hopp ein Zug auf die Seile. Eine andere Gruppe hängt derweil bereits die Seitenwände des Zeltes ein.

Auch Solisten machen sich ans Werk wie Stefan Gutscher, der für die Elektrik zuständig ist, und der fast 80-Jährige Paul Orth und Wolfgang Brausch, die sich um die Wasseranschlüsse kümmern.

Über den Tag ein Kommen und Gehen. Manche müssen zur Schicht, dafür kommen andere. Mittlerweile mischen auch die Vereinsfrauen mit, mit feinem Gespür für die Zeltdekoration. Wenige Meter entfernt scheppert es laut: Die Biertischgarnituren sind eingetroffen. "Das geht heute wohl noch bis etwa 21 Uhr, wenn die Nachtwache eintrifft." Donnerstag gebe es auch noch allerhand zu tun. Bühne, Beschallung, Technik, Ausschank und vieles mehr. Und selbst am heutigen Eröffnungstag fließt noch allerhand Schweiß.

Zum Thema:

Auf einen Blick Freitag, 30. September: 17 Uhr Zelteröffnung. 18.30 Uhr Fassanstich mit Schirmherrin Elke Ferner . 20 Uhr Partystimmung mit "Cräm Fresch". Samstag, 1. Oktober: 13 Uhr Zelteröffnung mit musikalischer Untermalung. 15.30 Uhr Musik der Gastvereine. 20 Uhr Five4Fun, dazwischen wird die schönste Tracht prämiert. Sonntag, 2. Oktober: 11 Uhr Frühschoppenkonzert. 13.30 Uhr Marschpräsentation in der Völklinger Straße, anschließend musikalischer Nachmittag der Gastvereine. 19.30 Uhr Abendkonzert der Brass-Band Ludweiler , ab 20 Uhr: "Langer Mütze". al