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Stadtwerke: Rettung mit Vertrieb und Netz GmbH als Pfand

Stadtwerke: Rettung mit Vertrieb und Netz GmbH als Pfand

Bei der Rettung der Völklinger Stadtwerke führt an der Saar LB kein Weg vorbei. Für einen Kredit von bis zu 24 Millionen Euro verlangt die Bank natürlich Sicherheiten. Um diese dreht sich derzeit die Debatte.

Durch das Desaster bei der Meeresfischzucht sind die gesamten Völklinger Stadtwerke in den Strudel geraten. Stadtrat und Aufsichtsräte beschäftigen sich derzeit vorrangig mit dem Thema, wie man das Unternehmen mit seinen rund 240 Beschäftigten vor dem drohenden Untergang retten kann.

Gesprächspartner ist hier die Saar LB. Diese zeigt sich im Prinzip bereit, einen Kreditrahmen von bis zu 24 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre zu gewähren. Sie macht dies aber von Bedingungen abhängig. So müssten die städtischen Anteile an den noch Gewinn bringenden Stadtwerke-Tochtergesellschaften Vertrieb und Netz verpfändet werden, das gesamte Unternehmen zukunftsträchtig aufgestellt werden. Hier war bereits von einem Personalabbau um rund ein Achtel die Rede. Ein Sprecher der Saar LB bestritt entschieden, dass die Bank derartige Vorgaben mache. Sie könne keine Blanko-Kredite vergeben, sei aber bereit, die Restrukturierung konstruktiv zu begleiten.

Was die Einzelheiten angeht, bleibt offenbar viel zu klären. Eine für gestern geplante Stadtwerke-Aufsichtsratssitzung wurde auf kommenden Mittwoch verschoben. "Wir müssen jetzt Nägel mit Köpfen machen", mahnte Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU ), der die Verantwortung als Geschäftsführer trägt.

Zum Thema:

HintergrundDie Stadtwerke Völklingen Vertrieb GmbH und die Netz-GmbH sind, rechtlich gesehen, eigenständig. Sie sind mit einem Stammkapital von sechs (Vertrieb) bzw. 12,1 Millionen Euro (Netz) ausgestattet. 64,8 der Anteile halten die Stadtwerke . Jeweils 17,6 Prozent liegen bei der Enovos Deutschland AG und der VSE AG. Ein Verkauf an diese beiden Partner steht derzeit bei der Stadt nicht zur Debatte. er