Stadtverwaltung zeigt sich skeptisch

Völklingen · CDU-Fraktion will dennoch Gespräche über eine Rückkehr der Busse in die Völklinger Poststraße fortführen.

"Es bleibt weiter unser Ziel, die Sache offen und ehrlich mit allen Beteiligten zu besprechen und gemeinsam umsetzbare Lösungen zu finden", sagt Kevin Frank, Pressesprecher der Völklinger CDU-Stadtratsfraktion, zu einer skeptischen Stellungnahme der Stadtverwaltung in Sachen Rückkehr der Busse in die Poststraße.

Vertreter der CDU-Fraktion hatten einige Male mit Gewerbetreibenden und Ärzten der Poststraße gesprochen und dann einen umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung gerichtet. Kevin Frank hat die Antworten übermittelt. Im Folgenden nun eine Übersicht über das, was die Verwaltung sagt.

Eine barrierefreie Bushaltestelle wäre so aus Verwaltungssicht in Höhe des Durchgangs zur Forbacher Passage und zum Orthopädicum Saar am sinnvollsten. Hier müssten allerdings drei vorhandene Parkplätze entfernt werden.

"Müssten Erneuerungen am Straßenbelag durchgeführt werden, um Busverkehr zu ermöglichen?", fragte die CDU. Da bereits jetzt zum Teil erhebliche Verdrückungen in dem Pflasterbelag im Bereich der Fahrspuren zu verzeichnen seien, die zu großen Problemen bei der Oberflächenentwässerung und zur weiteren Fortführung des Schadensbildes führen, sei eine Erneuerung des Straßenbelages unumgänglich, schreibt die Verwaltung..

Welche Maßnahmen zur Entschärfung der Parksituation müssten ergriffen werden? Parkflächen, Fußgängerflächen und Fahrflächen müssten wieder getrennt werden, was durch bauliche Maßnahmen, notfalls durch Poller-Reihen und Markierung umzusetzen sei. Dann sei wieder Trennverkehr mit einer 30-Stundenkilometer-Strecke möglich. Ansonsten gebe es keine perfekte Kontrolle. Der Kommunale Ordnungsdienst kontrolliere mehrmals täglich in der Poststraße, und trotzdem komme es zu schweren Parkverstößen

Wie lange würden die Bauarbeiten dauern? Eine seriöse Aussage sei nicht möglich, da der Umfang derzeit nicht bekannt sei. Im Falle von Bauarbeiten größeren Ausmaßes werde angestrebt, dass Ziele in der Poststraße auch weiterhin zu Fuß erreichbar bleiben. Zumal im angrenzenden Bereich eine Vielzahl von Parkmöglichkeiten zur Verfügung stünden (zum Beispiel die Tiefgarage oder der Parkplatz in der Straße Am Hüttenwerk).

Der Entwässerungskanal im betreffenden Teilstück der Poststraße sei im Jahr 1935 gebaut worden. Aktuell seien in diesem Bereich keine Kanalsanierungen vorgesehen. Wobei, ausgehend von dem vorgenannten Baujahr, bei Durchführung von Bauarbeiten größeren Ausmaßes entsprechende Sanierung beziehungsweise Erneuerung der Kanäle mit Sicherheit mehr als sinnvoll sei. Die Umlage, die in einem Fall des Umbaus auf die Anwohner in der Poststraße zukomme, sei bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht stichhaltig zu benennen.

Aus Sicht der Verwaltung bestehe für eine Umwandlung des verkehrsberuhigten Bereiches in eine 30-Kilometer-Zone kein Anlass. Unabhängig davon sei eine Änderung mit großen finanziellen Belastungen verbunden, da umfangreiche Umbauarbeiten notwendig seien. Aus Sicht der Verkehrsbetriebe sei eine Wiedereinführung einer Haltestelle in der Poststraße derzeit aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Dort sei nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Daher müsste man gegebenenfalls mehrere Minuten zusätzlich in die Linienführung einplanen. Des Weiteren verfüge die Poststraße nicht über eine entsprechend ausgerüstete Haltestelle. Ein Ausbau in niederflurgerechter Bauweise sei nur mit erheblichem Aufwand möglich. Zusätzlich ist die Parksituation in der Straße für einen geregelten Busverkehr schädlich, so die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme.

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