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Stadtrat soll nun über Friedhof entscheiden

Stadtrat soll nun über Friedhof entscheiden

Nach dem Ortsrat Ludweiler beschäftigte sich nun auch der Stadtrats-Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit der Neugestaltung des alten Hugenottenfriedhofs in Ludweiler. Mit Leader-Fördermitteln soll die Anlage aufgewertet werden. Der Ortsrat hatte die Ausführungsplanung bereits gebilligt, von den Stadtverordneten gab es am Mittwochabend aber noch kein grünes Licht. Er sehe den Plan zum ersten Mal, sagte Erik Kuhn (SPD) im Neuen Rathaus. Deshalb bestehe noch Beratungsbedarf. Nun soll der Stadtrat am 6. April über das Thema abstimmen. Zuvor ist noch eine Ortsbesichtigung geplant.

Diskutiert wurde in der Sitzung vor allem über den Hauptweg auf dem Friedhof. Er soll befestigt und beleuchtet werden, die Stufen kommen weg. Durch den rutschhemmenden Belag, erläuterte Stadtgärtnerei-Chef Tobias Noll, werde er besser begehbar. Auch eine Kehrmaschine sei dann auf dem Weg einsetzbar.

Für Rollstuhlfahrer wird er aber auch künftig nicht nutzbar sein. Auf Grund der Geländeneigung sei es nicht möglich, den Weg behindertengerecht zu gestalten, erklärte Michael Brankowitz vom Ingenieurbüro IBB Brankowitz. Im unterem Bereich wird die Steigung 18 Prozent betragen, im oberen Bereich sind es 13 Prozent.

Die in der Diskussion angeregte Serpentinen-Lösung sieht Brankowitz skeptisch. Die Kosten würden sich erhöhen, erklärte der Experte mit Blick auf die Kanalarbeiten. Außerdem seien enorme Erdbewegungen nötig. Da die Serpentinen über alte Grabfelder führen würden, erwartet Tobias Noll Setzungsschäden. Des Weiteren befürchtet er, dass dann der Charakter des alten Friedhofs zerstört würde.

Laut Planung werden auch Seitenwege und ein Teich angelegt, eine ergänzende Bepflanzung ist ebenfalls vorgesehen. Die noch vorhandenen Grabsteine will man neu gruppieren. Das Gesamtprojekt kostet 188 500 Euro, der Leader-Zuschuss beläuft sich auf 122 500 Euro. Bis Ende des Jahres muss die Schlussrechung beim Zuschussgeber eingereicht sein.