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Stadt Völklingen zahlt weiter für Sozialprojekte

Stadt Völklingen zahlt weiter für Sozialprojekte

Einstimmig beschloss der Stadtratsausschuss für Kinder, Jugend und Soziales am Dienstagnachmittag die Verlängerung von zwei Projekten der aufsuchenden Sozialarbeit .

Seit September 2009 kümmern sich Streetworker des SOS-Kinderdorfs Saarbrücken im Auftrag der Stadt um junge Leute, die sich auf öffentlichen Plätzen treffen. Sie haben Probleme mit dem Elternhaus, zeigen auffälliges Sozialverhalten, konsumieren Drogen oder sind beschäftigungslos. Oft fehlt ein Schulabschluss. In ihrem Bericht verweisen die Sozialarbeiter auf eine neue Tendenz: Die Jugendlichen ziehen sich verstärkt zurück und nutzen Wohnungen als Treffpunkte.

Seit Sommer 2012 gibt es einen festen Anlaufpunkt in der Bismarckstraße. "Viele kommen von sich aus zu uns", sagte Sozialpädagogin Jana Keller. Das Projekt wird um ein Jahr bis Ende 2017 verlängert. 71 000 Euro werden dafür reserviert, zur Finanzierung stehen Restmittel des Jahres 2016 zur Verfügung.

Erwachsene betreuungsbedürftige Menschen bilden die Zielgruppe eines Projektes, das vom Diakonischen Werk an der Saar seit September 2011 in Völklingen durchgeführt wird. Geholfen wird wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen. Sie treffen sich unter anderem am Otto-Hemmer-Platz, an der Treppe am Finanzamt oder am Globus Parkdeck. Laut Jahresbericht wurden 2015 insgesamt 737 Beratungen durchgeführt. 23 Begleitungen zu Ämtern und 31 Hausbesuche sind dokumentiert. Das Alter der Klienten lag zwischen 18 und 67 Jahren. 47 Prozent waren Frauen, 53 Prozent Männer. Im Vergleich zum Jahr 2014 nahm die Zahl der hilfesuchenden Frauen um acht Prozent zu. Für die Verlängerung des Projektes bis Ende 2017 stehen 10 000 Euro aus Restmitteln zur Verfügung.